Dienstag, 25. August 2015

[Nadja] Protagonisteninterview - Blogtour "Wolfsmohn"



Protagonisteninterview – Blogtour „Wolfsmohn“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum zweiten Tag der Blogtour zum Buch „Wolfsmohn“ begrüßen. Gestern wurde ich bei Kata euch das Buch vorgestellt. Ich hatte die Protagonistin und Autorin des Buches zu Gast und habe ihr ein paar Fragen gestellt. Die Antworten könnt ihr hier nachlesen.


Hallo Margarethe, schön dass du es einrichten konntest, kurz vorbeizuschauen. Ich weiß, deine Aufgabe als Kräuterfrau ist schwer und gefährlich. Möchtest du darüber ein wenig erzählen?
Margarethe: Hallo Nadja, ich freue mich über deine Einladung und berichte dir gerne etwas aus meiner unerheblichen Vergangenheit. Vor allen Dingen, da, und jetzt verdrehe bitte nicht die Augen, früher alles einfacher war. Ja ja, die Phrasen, aber glaub mir, da wusste Frau eben noch, wie die Welt so tickte. Für die einfachen Menschen waren wir Kräuterfrauen Heilkundige, bei denen man sich Mittel für alle möglichen Wehwehchen abholte und denen man mehr Vertrauen schenkte, als den Ärzten. Das hin und wieder einige von uns auf den Scheiterhaufen dieser Welt landeten, war allerdings echt unschön. Allein die Vorstellung, dass man uns mit Hexen verwechselte, war doch unmöglich!
Für die magische Gemeinschaft waren die Kräuterfrauen mit ihrem elfischen Erbe die Mittler. Mittler zwischen kalt und warm, hell und dunkel und sogar zwischen den Welten. Da war es doch nur natürlich, dass wir hin und wieder mal dazwischen gerieten. Also zwischen irgendwelche hirnrissigen Konflikte. Wenn der Dämon nicht mit dem Wasserweibe konnte. Oder so. Zum Glück hatte ich selten mit so großen Problemen, wie dem mit der weißen Frau aus dem Bärentale zu tun. So etwas wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Jawohl.

Das klingt gefährlich, aber ich bin froh, dass du diese Wahl getroffen hast. Wie ich hörte, war es aber nicht wirklich eine Wahl, vor der dich deine Eltern stellten?!
Margarethe: Na ja, in dem Moment, als sie mir die Wahl ließen, glaubten sie es vermutlich noch selber. Immerhin muss ich ihnen zu Gute halten, dass sie keine Ahnung hatten, dass ich, wenn ich den Siegbert geheiratet hätte, vom Regen in die Traufe gefallen wäre.

Magst du ein wenig über deine Familie erzählen? Und dein Heimatdorf? Welche Personen waren ein Teil deines Lebens, bevor du dich einem Leben als Kräuterfrau gewidmet hast?
Margarethe: Wie du vielleicht gelesen hast, stamme ich aus einem Dorf unterhalb des Rennsteiges. An den Ufern von Schmalkalde und Silge haben sich schon lange vor meiner Geburt geschickte Schmiede und Werkzeugmacher angesiedelt und am Stahlberge oberhalb gruben schon vor 1500 Jahren Bergleute nach Eisenerz. Mein Vater war nur einer in einer langen Reihe von Nagelschmieden. Lorenz hatte die Schmiede von seinem Vater übernommen und die Nachbarstochter geheiratet. Ich hatte noch zwei jüngere, immer fröhliche Schwestern und eine kleine Ausgeburt von Bruder. Den mit der Armbrust. Der immer alle und alles abschoss. Ein kleiner Gauner eben. Allerdings ist aus ihm später dann ein geschickter Waffenschmied geworden. Zwei der wichtigsten Menschen in meinem vorelfischen Leben waren meine Großmutter und natürlich Anna. Meine Freundin mit dem Hang zu Gruselgeschichten. Sie zurück zu lassen ist mir am allerschwersten gefallen.

Magst du vielleicht auch noch ein wenig über dich erzählen? Wie ergeht es dir so in letzter Zeit?
Margerethe: Als ziemlich tief in meiner Heimat verwurzeltes Naturwesen treibe ich mich nach wie vor in der Gegend herum. Allerdings habe ich zunehmend mit den Problemen dieser Zeit zu kämpfen. Die Baumdryaden werden fast täglich vorstellig, um sich über gefällte Wohnbäume, dreckige Luft oder neu zugezogene, aus fremden Gefilden stammende, Wesen zu beschweren. Die Menschen halten mich einfach nur für verschroben, wenn sie mich durch meinen Kräutergarten streifen sehen. Allerdings haben einige der hier nach wie vor lebenden magischen Völker einen riesigen Spaß daran, die normalen Mitbürger auf die Schippe zu nehmen und ich muss öfter als ich es gerne würde, eingreifen. Auch der neu erweckte Hass auf die Wölfe macht mir mehr als du glauben magst, zu schaffen.

Ich habe gehört, dass es da einen bestimmten Wolf gibt, der dir den Kopf verdreht? Wie seid ihr euch begegnet? Wie habt ihr euch näher kennengelernt?
Margarethe: Ach ja, Clemens der Obergauner. Ich für mein Teil bin ihm zum ersten Mal auf dem Weg ins Bärental begegnet und habe mich damals gleich tierisch blamiert. Nackter Hintern und so. Er hat mir allerdings später gebeichtet, dass er mich schon eine Weile heimlich beobachtet hatte. Aus dem Hinterhalt. Unser Kennenlernen war ein Hin und Her. Erst als Wolf, dann dessen Verletzung und dann war da noch das Problem mit der Jungfräulichkeit. Aber echte Gefühle lassen sich eben nicht einfach auslöschen. Wie haben unseren Weg gefunden. Eine Zeit lang jedenfalls. Oder so.

Wie kamst du eigentlich auf die Idee, dein Leben aufzuschreiben?
Margerethe: Eigentlich hat mich einer der bei der magischen Bevölkerung so beliebten  historischen Vorträge auf den Gedanken gebracht, endlich einmal die Wahrheit kund zu tun. Diese fürchterliche Raterei um die Vergangenheit war doch grausam. Was schlaue Leute so herausgefunden haben wollten. Pfff….. Dabei gibt es doch so viele Mitbürger, welche dabei waren. Nur glaubt ihnen in der heutigen Zeit keiner mehr. Ich habe mir gedacht, Grethe, hab ich gedacht, versuch es einfach. Vielleicht kannst du ja Zweifel erwecken. Und wenn dir nur ein Kind glaubt. Aber alleine das wäre schon ein Erfolg. Oder vielleicht würden einige Menschen nur ein klein wenig mehr auf ihre Umwelt achten.
So, ich muss dich jetzt aber schleunigst verlassen, ich bin da mit so einem Dämon verabredet, welcher schon wieder einmal beim Kegeln verloren hat. Wir müssen dringend eines seiner Körperteile suchen.

Danke, dass du dir Zeit für das Interview genommen hast und viel Glück auf deiner weiteren Reise.


Ich hoffe ihr konntet Margarethe ein wenig besser kennenlernen und euch hat das Interview gefallen. Auch während dieser Blogtour gibt es etwas zu gewinnen und zwar folgendes:


Jeden Tag kann ein Los für den Lostopf gesammelt werden. Dazu müsst ihr nur eine Frage in den Kommentaren beantworten: Welche Freundin von Margarethe hat einen Hang zu Gruselgeschichten?

Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren
Hinterlasst eure E-Mail-Adresse, damit wir euch im Falle eines Gewinns benachrichtigen können.
Keine Haftung und keinen Ersatz beim Verlust auf dem Postweg
Gewinn wird nicht bar ausgezahlt
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Gewinn wird nicht bar ausgezahlt
Gewinn nur möglich mit Postanschrift in Deutschland (Print).


Morgen geht die Blogtour weiter bei Sarah von Sunny's Bücherschloss, die euch etwas über Sagen und Erzählungen berichtet. Den gesamten Blogtourfahrplan habe ich noch einmal in der Übersicht für euch hier:


Montag, 24.08.2015
Buchvorstellung
bei Kata von BuchKata-b-log

Dienstag, 25.08.2015
Protagonisteninterview
hier bei mir

Mittwoch, 26.08.2015
Sagen und Erzählungen
bei Sarah von Sunny's Bücherschloss

Donnerstag, 27.08.2015
Werwölfe
bei Andrea von Wild Book Heart

Freitag, 28.08.2015
Kräuterfrauen
bei Beate von BeatesLovelyBooks

Samstag, 29.08.2015
Ausblick auf Band 2
bei Jennifer von Vampy's Fantasy Books

Sonntag, 30.08.2015
Autoreninterview
bei Bella von Bella's Life


Ich hoffe ihr seid morgen wieder mit dabei und euch hat mein Beitrag gefallen.

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Hi Margarethes Freundin mit dem Hang für Gruselgeschichten heißt Anna.
    Lg Ricarda; - )
    rzoellmann90@gmail.com

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  2. Sehr schönes Interview :) Die Freundin heißt Anna, habe ich gelesen ;) Viel Erfolg weiterhin!
    Alles Liebe, pinky

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  3. Hallo und vielen Dank für das schöne Protagonisteninterview. Die Freundin mit dem Hang zu Gruselgeschichten heißt Anna.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  4. Hallo,

    diese Freundin heißt Anna :)

    Liebe Grüße
    SaBine

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  5. Hallo ,

    Die Freundin heißt Anna . Tolles Interview :) Vielen Dank :)
    Ich wünsche Dir schönen Nachmittag :)

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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