Mittwoch, 13. April 2016

[Nadja] Interview mit der Protagonistin Emma - Blogtour "Zlatans Erbe"



Interview mit der Protagonistin Emma – Blogtour „Zlatans Erbe“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum dritten Tag der Blogtour zum Buch „Zlatans Erbe“ von Dana Müller begrüßen. Nachdem euch Astrid das Buch näher vorgestellt hat, ging es gestern bei Barbara rund um das Thema Vampire. Heute möchte ich euch ein Interview mit der Protagonistin Emma präsentieren, damit ihr sie und ihr Leben ein wenig mehr kennenlernen könnt.


Hallo Emma, schön dass du dir Zeit für das Interview genommen hast. Erzähl uns doch ein wenig von dir.
Emma: Hallo, ich freue mich und bin trotzdem aufgeregt. Dieses Interesse an meiner Person ist ziemlich neu für mich. Okay, mein Name ist Emma Hodges, ich bin - nein, ich war 15 Jahre alt. Irgendwie bin ich nach Dads Tod in so eine blöde Opferrolle gerutscht. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Leute könnten auf meiner Stirn lesen: Mit mir kann man es machen. Als Steve dann in unser Leben trat, wurde alles nur noch schlimmer. Irgendwann bestand mein Leben nur noch darin, den Tag irgendwie zu überstehen. Ich weiß nicht, ist das zu viel? Ich meine, das war mein Leben, bevor es sich veränderte.

Das klingt ja gar nicht gut. Inwieweit veränderte sich dein Leben?
Emma: Da muss ich ein bisschen ausholen. Es war wieder einmal eine dieser Nächte, in denen sich Steve irgendwo zugesoffen hatte und Mom im Krankenhaus Schicht hatte. Der Tag war ohnehin schon dumm gelaufen. Dabei war das Schulgebäude eine Art Zuflucht für mich geworden. Aber dort war es auch nicht immer einfach, denn ich war der Freak: in sich gekehrt und anders. Dass ich trauerte, wollte keiner sehen. Naja, jedenfalls machte Steve an jenem Abend das, was er immer machte. Er schrie mich an, hatte an Allem etwas auszusetzen und gab mir das Gefühl, minderwertig zu sein. In meiner Verzweiflung rief ich Mom an, aber sie wollte nichts hören. Sie meinte nur, ich solle mich endlich benehmen und Steve respektieren. In diesem Moment brannten mir die Sicherungen durch. Ich rannte weg und während ich durch Helena irrte, fragte ich mich, ob es nicht besser sei, tot zu sein.
Klingt hart, aber meine Verzweiflung war damals so groß, dass ich kein Licht mehr am Ende des Tunnels sah. Da war dieses Baugerüst. Es stand da schon so lange, wie ich denken konnte. Ich glaube, es wird noch in 100 Jahren dort stehen. Ich dachte mir, einen Sturz von da oben würde niemand überleben, also kletterte die Querverstrebungen rauf und kam tatsächlich oben an.
Der Wind war ein Problem. Aber viel Schlimmer war, dass just in dem Augenblick, als mein Entschluss feststand, jemand vor mir auftauchte. Zlatan.

Aber du bist nicht gesprungen, oder? Sonst würdest du ja nicht vor mir sitzen.
Emma: Nein, ich wurde daran gehindert. Eigentlich wischte Zlatan mit seinem Erscheinen meine Idee fort. Dann verwickelte er mich auch noch in ein Gespräch. Da wollte ich nicht mehr springen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, er bräuchte meine Hilfe. Oh je, wenn ich daran zurückdenke, wird mir ganz anders. Ich weiß nicht, soll ich ins Detail gehen? Oder reicht es, wenn ich sage, dass er mir eine Welt zeigte, aus der ich schreiend davon laufen sollte. Jeder normale Mensch hätte das an meiner Stelle getan, glaube ich.

Nein, das ist absolut ausreichend, aber Zlatan hat noch mehr verändert oder?
Emma: Ja, das hat er allerdings. Es stellte sich heraus, dass wir uns ziemlich ähnlich waren. Genau wie ich, sah auch er keinen Sinn darin, weiterzuleben - oder vielmehr zu existieren. Zlatan, dieser charismatische Typ, der sich mit mir abgab...er schlug mir einen Deal vor. Ich war mir nicht sicher, ob ich ihm glauben konnte, aber ich hatte mit eigenen Augen gesehen, dass es sowas wie Vampire gab. Später dachte ich darüber nach, ob das alles nicht nur ein Traum gewesen war oder ziemlich ausgefeilte Special-Effects. Aber in dem Augenblick zählte nicht, was es sein könnte oder nicht. Ich wollte diesem verzweifelten, gut aussehenden Typen einfach nur helfen. So blieb ich an seiner Seite, bis die Sonne aufging. Dafür vermachte er mir eine Phiole mit seinem Gift. Er hatte sie an einem Lederband um den Hals getragen.

Und dieses Gift veränderte dich? Warum hast du es genommen?
Emma: Ich wollte es nicht nehmen. Dann wieder doch. Eigentlich zweifelte ich an der Begegnung mit ihm und fragte mich immer öfter, warum dieser einsame Vampir mich nicht einfach verwandelt hat. Aber dann kam alles anders, als ich es mir jemals vorstellen konnte. Mark und Titus - zwei Brüder der übelsten Sorte. Die beiden waren der Auslöser ziemlich ungünstiger Verkettungen, die mich am Ende vor die Wahl stellten, zu sterben oder das Gift zu nehmen. Im Nachhinein bin ich ihnen sogar ein bisschen dankbar dafür, sonst säße ich heute vielleicht wirklich nicht vor dir.
Die Erinnerung an meine Verwandlung ist nur noch ganz blass da, aber ich weiß, dass ich dachte, ich würde sterben. Es tat weh, es zerriss mich und...

Wie waren die ersten Tage als Vampir für dich?
Emma: Naja, ich war ein einsamer Frischling - so nannte Zlatan einen neugeborenen Vampir, der ohne seinen Erschaffer unterwegs war. Anfangs wusste ich nicht, dass das Vampirgift wirklich gewirkt hatte. Also ging ich den Lichtern entgegen und traf auf Passanten. Erst, als mich einer von ihnen fragte, ob ich was eingenommen hätte und auf meine Augen hinwies, suchte ich nach einem Spiegel. Meine Augen waren genauso lila, wie die des Vampirs, den ich zeitweilig für einen Traum gehalten hatte.
Das Schlimme aber war, dass ich als herrenloser Streuner umherirrte und auf Artgenossen traf, die mir an die Gurgel wollten. In diesem Moment bereute ich meine Entscheidung. Ich war vom Regen in die Traufe gekommen. Und dann tauchte er auf. Zunächst glaubte ich, den toten Zlatan zu sehen. Aber ich hatte seien Asche in dem Sonnenaufgang verteilt. Dennoch glich dieser Typ ihm, wie ein Ei dem anderen. Blöder Vergleich, zugegeben, aber so war das. Er rettete mich vor diesem durchgeknallten Pärchen und zeigte mir, wie ich mich ernähren konnte. Als wäre es nicht schlimm genug, Blut zu trinken, wählte er ausgerechnet einen Betrunkenen, der meine erste Mahlzeit sein sollte. Widerlich! Doch so schnell er aufgetaucht war, verschwand er auch wieder und ließ mich alleine zurück.
Crash: Sorry, wenn ich meinen Senf dazugebe...darf ich? Ich bin der Retter in Not.

Emma? Hast du vergessen, die Tür hinter dir zu schließen? Mit wem habe ich denn die Ehre? Zlatans Doppelgänger?
Emma: Verzeihung, das ist Crash. Eigentlich Zoran, aber alle nennen ihn Crash, weil er manchmal ziemlich viel Chaos hinterlässt.
Crash: Hey...also ich muss mich mal verteidigen. Ich hab sie ja nicht alleine gelassen, ohne in ihrer Nähe zu sein. Dieses Mädchen brachte mich um den Verstand. Es war ... irgendwie hatte sie mich verzaubert. dann ihre Augen, die Augen meines Bruders. Aber sie war so unglaublich unbeholfen, das nervte anfangs. Ich war verwirrt, musste Abstand gewinnen und zusehen, dass ich wieder klar denken konnte. In einer Welt, wie unserer ist es gefährlich, wie ein verliebter Gockel durch die Straßen zu stolpern.
Emma: Verliebter Gockel...jaja, Crash. Den Eindruck hatte ich gar nicht. Ganz im Gegenteil. Du hast mir das Gefühl gegeben, dass ich ein Klotz an deinem Bein bin. Wie hast du das noch genannt? Babysitter?
Crash: Ach, das war doch nicht so gemeint. Außerdem hatte ich ein bisschen Angst vor solchen Gefühlen.
Emma: Okay, wo waren wir stehen geblieben?
Crash: Ich geh dann mal nach June schauen, die foltert diesen Onlineschuhladen wieder. Bye und viel Spaß euch noch.
Emma: Du musst ihn entschuldigen. manchmal ist er ein liebevoller Trampel.

Schon ok. Also war dieser jemand Crash, der dir zeigte, wie du als Vampir überleben konntest. Aber durch deine besondere Augenfarbe bist du aber gleichzeitig in ein weiteres Desaster gestürzt und inmitten der Vampirpolitik, oder?
Emma: Oh je, das war eine Katastrophe. Ich hatte ja keine Ahnung, dass Zlatan mir damals nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. Jedenfalls traf ich auf June...oder besser - sie rettet mich vor den Beiden, die es irgendwie auf mich abgesehen hatten. Meine Augenfarbe war ständig Thema und niemand wollte mir glauben. Man hielt mich für einen Spion, eine Verräterin, aber niemand vertraute darauf, dass ich noch nie einem Ur-Vampir begegnet war. Wie auch, denn das waren die Augen eines direkten Nachkommen der Ersten. June nahm mich in ihren Unterschlupf mit, stellte mich anderen Vampiren vor. Sie hatten unterschiedliche Augenfarben, aber niemand besaß dieses Lila. Das machte mir Angst, aber noch mehr ängstigte mich die Tatsache, dass plötzlich aufkam, ich wäre die Thronanwärterin. Mein Gott, ich war 15, hatte keine Ahnung vom Leben und meine Kindheit war viel zu kurz gewesen. Außerdem wusste ich nichts von den politischen Verhältnissen der Vampirnation. Ich ahnte ja nicht einmal, dass es sowas unter Vampiren gab. Damit wollte ich nichts zu tun haben, bis plötzlich alle diese Krankheit bekamen.

Welche Krankheit?
Emma: Dieses Virus, das Zlatan in dem Club der schwarzen Rose ausgesetzt hatte und das nun mutiert war...es griff nicht nur Vampire an, sondern nun auch Menschen. Das rüttelte mich wach.

Aber warum greift Zlatan die Vampire an?
Emma: Es versteckte sich in unserer Nahrung und vergiftete uns. Als es unserer Reihen erreichte, wusste ich, dass jetzt nicht die Zeit war, sich zu verstecken. Ich hatte Glück, auf Indriel gestoßen zu sein. Er war streng, aber er wusste, was zu tun war. Er wollte eine Umstrukturierung in den obersten Reihen. Die Vampirkönigin Caressa ist eine furchtbar eigennützige Person, die den Untergang der ganzen Vampirzivilisation zu verantworten hätte, wenn sie niemand daran hindern würde. Ich bin ihr begegnet, sie ist wie der Teufel der Vampire, glaube mir.
Eigentlich hatte Zlatan mit Indriel gemeinsam jahrelang an diesem Virus herumgetüftelt und eine Sicherheitsleine eingebaut. Aber so ein Virus lässt sich nichts vorschreiben. es ist mutiert und hat in den Körpern der Opfer überlebt. Diese haben es weiter getragen. Daran sieht man mal wieder, dass man der Natur nicht ins Handwerk pfuschen sollte. Dass sich mein Leben mit der Entscheidung, es zu beenden, so drastisch ändern würde, hätte ich nicht im Traum gedacht. Außerdem muss ich noch hinzufügen, dass Crash mir den Rücken stärkt, wenn es darauf ankommt und ganz zärtlich sein kann, wenn ich es brauche...hihi

Oje, das klingt gar nicht gut. Aber ich freue mich, dass du zumindest das Ganze nicht alleine durchstehen musst. Aber ich bin ehrlich gesagt froh, nicht an deiner Stelle zu sein. Danke, dass du uns einen Einblick in die Vampirwelt und zu deiner Person gegeben hast. Ich hoffe, es wird noch alles gut.
Emma: Oh, im Moment kann ich nicht klagen. Ich kann mich auf meine Leute zu 100% verlassen. Wären sie nicht, wäre ich längst unter der Last zerbrochen. Aber wir tragen die Verantwortung gemeinsam. Ich hoffe, ich habe nicht zu viel verraten. Ich meine, da laufen bestimmt eine Menge junger Dinger rum, die sich nichts sehnlicher wünschen, als einem Vampir zu begegnen, der sie verwandelt. Dank Nadja, dass du dir die Zeit für mich genommen hast. Zur Sicherheit werde ich dich hinausbegleiten. In so einem Vampirnest weiß man ja nie – stimmt‘s?

Ja, das stimmt, da fühle ich mich gleich viel sicherer mit einem Vampir wie dir an meiner Seite.
Emma: Hihi. Keine Sorge. Mit mir an deiner Seite geschieht dir nichts...außerdem bin ich ja daran interessiert, dass du meine Geschichte ein bisschen publik machst. Die Menschen müssen aufwachen, sie sind nicht das Höchste der Gefühle.


Ich hoffe, ihr konntet die Protagonistin Emma ein wenig näher kennenlernen und konntet über die besonderen Umstände, die ihr Leben begleitet haben, etwas erfahren. Es gibt während der Tour auch etwas zu gewinnen und zwar folgendes:


Ihr könnt jeden Tag ein Los für den Lostopf sammeln, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet. Meine für heute lautet: Welche Eigenschaften würdet ihr Emma nun zuordnen? Wie gefällt sie euch vom Charakter?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 

Das Gewinnspiel wird von CP-Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 16.04.2016 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Marie vom Blog Vielleserin, die euch etwas zu der Suche nach sich selbst, den Wegen und den Hindernissen erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal hier in der Übersicht:


Montag, 11. April 2016
Buchvorstellung
bei Astrid von Letannas Bücherblog

Dienstag, 12. April 2016
Vampire
bei Barbara von Mein Leben

Mittwoch, 13. April 2016
Interview mit der Protagonistin Emma
heute hier bei mir

Donnerstag, 14. April 2016
Die Suche nach sich selbst – Wege und Hindernisse
bei Marie von Vielleserin

Freitag, 15. April 2016
Helena, Montana
bei Annika von Anduria Recca

Samstag, 16. April 2016
Dana Müller und ihre Bücher

Sonntag, 17. April 2016
Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. verwirrt, unsicher

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  2. Hallo,

    sie ist sicher verunsichert was auf sie zukommt. Aber ich finde auch ganz mutig, dass sie sich dem stellt.

    LG
    SaBine

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  3. Hallo :)

    Danke für die interessante Vorstellung von Emma.
    Ich denke sie ist ein taffes Mädchen, ein bisschen verunsichert zwar, aber sie wird ihren Weg finden, da bin ich sicher.
    Liebe Grüße Kathrin

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  4. Hallo,
    ich glaube dass Emma schüchtern und nett ist und auch ein bisschen "verplant". Allerdings ist sie auch stark und kämpft um die Dinge, die ihr wirklich wichtig sind.
    LG Jessy

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  5. zerstreut, unsicher und doch voller Ehrgeiz.
    Folge dir auch bei FB unter Jenny Siebentaler

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  6. Hallo,

    Emma hat einen sehr interessanten Charakter und vom Wesen her, würde ich sagen, ist sie schüchtern und zerstreut.

    GLG Christine

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  7. Hallo,

    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. :)

    Ich finde Emma sehr interessant. Am Anfang scheint sie ziemlich unsicher. Aber mit der Zeit zeigt sich, dass sie der mutig und taff ist.

    Liebe Grüße
    Isabell

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  8. Hallo,


    ich finde das Emma sehr mutig ist obwohl sie anfangs unsicher erscheint.

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  9. Hallo,

    Emma ist ein sehr interessanter Charakter, den ich gerne noch näher kennen lernen würde..
    Ich glaube auch, dass sie verunsichert ist, ich denke aber auch, dass sie eine sehr starke Person ist ;)

    LG

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