Samstag, 14. Mai 2016

[Nadja] Alternative, Atomkraftgegner, Widerstandskämpfer - Blogtour "Pankfurt"



Alternative, Atomkraftgegner, Widerständskämpfer – Blogtour „Pankfurt“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum vierten Tag der Blogtour zum Buch „Pankfurt“ von Robert Maier begrüßen. Gestartet ist die Tour bei Tine, die euch das Buch und den Autoren näher vorgestellt hat, bevor es bei Sonja rund um die RAF-Terroristen ging. Gestern ging es bei Stefanie um Subkulturen, bevor ich mich heute mit der Alternative, den Atomkraftgegner und Widerstandskämpfern beschäftige.


„Als Neue Soziale Bewegungen oder Alternativbewegungen werden gesellschaftliche Strömungen und Gruppierungen seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts bezeichnet, die auf eine Reform der als starr empfundenen gesellschaftlichen Normen und Prozesse zielen und diese auch unabhängig vom etablierten Parteien- und Institutionensystem umzusetzen versuchen.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Soziale_Bewegungen)

 
Aber unter der Alternative verstehen viele auch nicht nur eine Alternative zu Normen und Prozessen zu verschaffen, sondern auch in der Musik spielt die Alternative eine große Rolle. So wurde der Begriff vor allem in den USA synonym für Underground-, Independent und D.I.Y.-Musik verwendet. Es ist eben auch ein Lebensstil und nicht nur eine Entscheidung für den Protest.

„Am Tag darauf ging Frank mit seinen Freunden zu einem Rockkonzert im Grüneburgpark. Sie ließen sich in der Nähe einer der Boxen nieder. Frank machte es sich auf der Wiese bequem und nahm mehrere Schlucke Bier aus dem Plastikbecher. Zwischen ihm und der Bühne war schon eine beträchtliche Anzahl Menschen, die die Sommersonne und die Musik aus den riesigen Lautsprechern genossen. An den Ständen hinter ihm konnte man alternative Klamotten, Essen und Bier kaufen.“
(Quelle: Pankfurt, Robert Maier, Charles Verlag)


Aber für viele endete die Alternative nicht nur in der Entscheidung der Kleidung, der Musik und des Essens. Für viele war es auch eine bewusste Entscheidung für mehr. Man war gegen die bestehenden Verhältnisse und zeigte den Widerstand mehr oder weniger offen auf. So bildeten sich Widerstandsgruppen, die sich gemeinsam engagierten, oder Einzelkämpfer, die sich einfach einer Gruppe oder Meinung anschlossen. Widerstand kann dabei passiv, also gewaltfrei, militant oder bewaffnet sein.

„Vor einiger Zeit hatte Monika sich von dem niedlichen Mädchen, das sie einmal war, in eine aufmüpfige Jugendliche verwandelt. Letztes Jahr war er sogar zum Direktor ihrer Schule bestellt worden. Sie war mit einem »Stoppt Strauß«-Anstecker über den Schulhof gelaufen und hatte den Lehrer, der sie zur Rede stellen wollte, übel beschimpft. Berger konnte keinerlei Verständnis für Menschen aufbringen, die den bayerischen Ministerpräsidenten und damaligen Kanzlerkandidaten als einen Nazi hinstellten. Und nun war seine eigene Tochter mit einem »Stoppt Strauß«-Anstecker herumspaziert. An den Wänden ihres Zimmers hingen Plakate mit wirren Parolen. Sie war quasi gegen alles: die Startbahn West, Atomkraft, die Bundeswehr.“
(Quelle: Pankfurt, Robert Maier, Charles Verlag)


Aber wenn eine größere Gruppe der Bevölkerung sich dazu entschließt, gegen bestehende Verhältnisse Widerstand zu leisten, kann es schnell gefährlich werden. Im schlimmsten Fall kann ein Bürgerkrieg daraus entstehen, wenn diese in ausreichende Menge militanten Widerstand leisten. Bei passivem Widerstand ist es zwar immer noch gefährlich, da es eine politische Umwälzung zu Folge haben könnte, aber erst, wenn wirklich Gewalt im Spiel ist, egal von welcher Seite, kann es gefährlich werden.

„Für Frank war das Anarchiezeichen allgegenwärtig. Den Buchstaben »A« mit dem Kreis darum gab es auf Jacken und Taschen, in den einschlägigen Zeitschriften, in den Schaufenstern der ebenso einschlägigen Buchläden, an vielen weiteren Orten und zu vielen Gelegenheiten. Es drückte eine freiheitliche Gesinnung aus, die sich gegen jede Form von Bevormundung und Unterdrückung richtete, in erster Linie gegen die Staatsgewalt und die ausbeuterischen Kapitalisten, aber auch gegen die Spießigkeit der Gesellschaft. Es rief auf zum Widerstand gegen die Stationierung von Atomraketen und den Bau der Startbahn West. Es trat ein für Haschischkonsum, die Auflösung der Bundeswehr und für freie Liebe.“
(Quelle: Pankfurt, Robert Maier, Charles Verlag)


Auch noch heutzutage gewinnen wir den meisten Strom durch Atomkraft. Auch wenn heute immer mehr auf erneuerbare Energien gesetzt wird, ist es immer noch ein Thema, denn der Atommüll, der durch diese Kraftwerke entsteht, wird zum Beispiel in Gorleben in Deutschland gelagert. Radioaktives Material unter der Erde, welches aber noch jahrzehnte- und jahrhundertelang radioaktive Strahlen ausstrahlt, macht jeden nervös. Auch wenn das Endlager dort gut geschützt ist, kann es immer unvorhergesehene Wendungen geben und die Furcht ist groß, dass dieses Atomkraftlager uns eines Tages zum Verhängnis wird.

Frank kam um vierzehn Uhr zu der verabredeten Adresse. Das alte Mehrfamilienhaus befand sich auf einer schmalen, von parkenden Autos gesäumten Straße. Einer der Briefkästen neben dem Hauseingang schien der WG zu gehören, denn er war mit knallbunten Aufklebern gegen Atomkraft, Atomwaffen und die Startbahn West beklebt.“
(Quelle: Pankfurt, Robert Maier, Charles Verlag)


Aber in den 1980ern war vielleicht die Atompolitik noch interessanter. Denn nicht nur der kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA und die damit zusammenhängende ständige Bedrohung eines möglichen Atomkrieges stärkte die Angst vor einer atomaren Katastrophe. Aber auch die Katastrophe und das Unglück 1986 in Tschernobyl und die noch teilweise unvorhersehbaren Folgen des Atomunglücks haben die Anti-Atomkraft-Bewegungen gestärkt. Diese engagieren sich zivilrechtlich und sozial gegen die Atomkraft und für einen Ausstieg aus der Atomenergie.

„>>Diese Scheißpolitiker gehören aufgehängt!«, entfuhr es Frank. Jürgen warf ein Holzscheit ins Feuer. »Wenn wir keinen Widerstand leisten, wird niemand diesen Wahnsinn stoppen – Atomraketen, Umweltverschmutzung, Atomkraftwerke. Die wissen noch nicht einmal, wohin mit dem radioaktiven Müll. Der ist absolut tödlich und strahlt noch zigtausend Jahre lang. Wie soll man so was sicher lagern? Und den Politikern fällt nichts Besseres ein, als den Atommüll in Gorleben zu verbuddeln, mitten in Deutschland. Das Kapital wird schon dafür sorgen, dass das alles durchgepeitscht wird. Die Politiker sind sowieso von den Konzernen abhängig und damit auch die Polizei. Die versuchen, mit Tränengas jeden Widerstand niederzuknüppeln, damit die fetten Kapitalisten ihr Ding durchziehen können.« »Diese Bullen mit ihren Gummiknüppeln«, ereiferte sich Frank, »haben zu viele John-Wayne-Filme geguckt!«“
(Quelle: Pankfurt, Robert Maier, Charles Verlag)


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Alternative, den Widerstandskampf und die Atomkraftgegner geben. Es gibt während der Tour auch etwas zu gewinnen und zwar Folgendes:

1. Preis - 3 E-Books nach Wahl aus dem Charles Verlag
2. Preis - 2 E-Books nach Wahl aus dem Charles Verlag
3. Preis - 1 E-Book nach Wahl aus dem Charles Verlag

Ihr könnt jeden Tag ein Los sammeln, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet. Meine für heute lautet: Was ist eure Meinung bezüglich der Atomkraft und dem Widerstand dagen?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Das Gewinnspiel endet am 15.5.2016 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Diana von Bücherfunke, die euch etwas zum Frankfurt in den 1980ern erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal hier in der Übersicht:


Mittwoch, 11. Mai 2016
Pankfurt
bei Tine von Mein Bücherparadies

Donnerstag, 12. Mai 2016
RAF-Terroristen
bei Sonja von Buchreisender

Freitag, 13. Mai 2016
Subkulturen
bei Stefanie von Tausend Leben

Samstag, 14. Mai 2016
Alternative, Atomkraftgegner, Widerstandskämpfer
heute hier bei mir

Sonntag, 15. Mai 2016
Frankfurt in den 80er Jahren
bei Diana von Bücherfunke

Montag, 16. Mai 2016
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.

Eure Nadja

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsk%C3%A4mpfer, https://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_%28Musik%29, https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Soziale_Bewegungen, https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Atomkraft-Bewegung, https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie, https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl)

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    Atomstrom ist gefährlich und die Entsorgung ein Problem, dass wir an die weiteren, nachfolgenden Generation einfach weitergeben.

    Was ich wirklich traurig finde und Widerstand gerade was die Endlagerung an geht z.B. in Gorleben ist wirklich sinnvoll.

    Schade das in Forschung von sicheren Endlagern kein Geld von der Regierung fliest....hier geht man wie in vielen anderen Dingen auch...den einfach und billigen Weg...aus den Augen aus dem Sinn...ab den den Salzstock und gut ist es ohne an die Folgen zu denken.

    LG..Karin..

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  2. Atomkraft ist eine Sache von gestern und sollte komplett gegen neuere Energieformen ausgetauscht werden.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  3. Hallo,

    ich bin auf jeden Fall gegen Atomkraft, da sie einfach zu viele negative Konsequenzen hat und eine Gefahr für die ganze Welt darstellt...

    LG

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