Montag, 23. Mai 2016

[Nadja] Deutsche Besatzung in Norwegen - Blogtour "Das Haus der verlorenen Kinder"



Deutsche Besatzung in Norwegen – Blogtour „Das Haus der verlorenen Kinder“

Hallo ihr Lieben,

heute darf ich euch zum ersten Tag der Blogtour zu „Das Haus der verloren Kinder“ von Linda Winterberg begrüßen. Heute geht es bei mir um die deutsche Besatzung in Norwegen während des zweiten Weltkrieges.


Norwegen war bereits während des ersten Weltkrieges eines der Länder, die sich Neutralität verschrieben haben. Gemeinsam mit Dänemark, Finnland, Island und Schweden unterzeichnete der Staat am 27. Mai 1938 eine Vereinbarung, die die Rechte und Pflichte neutraler Staaten regelte. Norwegen wollte sich als Staat aus jedem Krieg heraushalten, den es als Staat selber gutheißt. Somit wurde auch ein Nichtangriffspakt mit Deutschland abgelehnt. Als die Spannungen zwischen dem deutschen Reich und dem Rest Europas weiter stiegen und der Ausbruch eines Krieges immer wahrscheinlicher. Darauf beschloss Norwegen eine Aufrüstung, um die Neutralität mit allen Mitteln zu bewahren.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Weser%C3%BCbung#/media/File:Second_world_war_europe_1940_map_de.png)

Am 09. April 1940 begann der Überfall auf Norwegen und Dänemark unter den Decknamen „Unternehmen Weserspitze“ der deutschen Armee. Vor allem die norwegischen Häfen waren Ziel der Anschläge, damit die Eisenerz-Versorgung nach Großbritannien und eine Seeblockade zu verhindern. Die Nachschubwege über Dänemark waren wichtig und unverzichtbar für die Militärpolitik des deutschen Reiches. Doch im Gegensatz zu Dänemark kapitulierte Norwegen nicht sofort, sondern der König Haakon VII. und seine Regierung riefen die Bevölkerung zum Widerstand auf. Der Widerstand wurde mit Kapitulation der 6. norwegischen Division nach massiven Luftangriffen auf norwegische Städte und Ortschaften 62 Tage nach ihrem Beginn am 10. Juli 1940 beendet. Der König und seine Regierung hatten bereits am 07. Juni 1940 das Land mit britischer Hilfe verlassen und führte in London eine Exilregierung.


Seitdem war Norwegen unter der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Invasion diente zum Schutz gegen britische Operationen in den Gewässern um Norwegen. Aufgrund der vielen Fjorde und der langen Küste waren insgesamt 200.000 deutsche Soldaten in Norwegen stationiert, die der deutschen Wehrmacht im deutsch-sowjetischen Krieg natürlich fehlten. Das norwegische Recht wurde dem deutschen Recht unterstellt. Im Land wurden viele Kriegsgefangene aus Polen und Russland stationiert. Diese wurden als Zwangsarbeiter eingesetzt. Verteilt wurden diese Gefangene auf 4 große Kriegslager und über hunderte kleinere Kriegslager. All diese Lager standen unter Kontrolle der deutschen Wehrmacht.

(Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/85/Oslo_queue_ww2.jpg/800px-Oslo_queue_ww2.jpg)

Doch die Zivilbevölkerung litt unter dem Krieg und der deutschen Besatzung. Durch die Rationierung von Lebensmitteln und Brennstoffen litten die Norweger an Mangelerkrankungen. Der Durchschnittsenergiebedarf für Deutsche wurde mit 2700 kcal und für Norweger mit 2000 kcal angesetzt. In Oslo war es nichts Neues, das Norweger bereits seit 5 Uhr morgens vor den Läden standen, um nicht rationierte Waren zu erhalten. Aber auch die Arbeitsbedingungen waren in Norwegen während der deutschen Besatzung nicht die Besten, denn die Bevölkerung musste auch mit sinkenden Löhnen kämpfen. Außerdem gab es einen regen Schwarzmarkt.


Während der deutschen Besatzung in Norwegen entstanden 12.000 Besatzungskinder, also Kinder von deutschen Soldaten mit norwegischen Frauen. Die meisten davon entstanden wohl im Rahmen des Lebensborn-Programmes, ein Programm auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenpolitik um die Ziffer „arischer“ Kinder zu erhöhen. Diese Kinder sollten anonym entbunden werden und dann von SS-Angehörigen adoptiert werden und damit der deutschen Rassenpolitik näher gebracht werden. Aber die Frauen, die diese Kinder gebären und vielleicht sich sogar in deutsche Soldaten verliebten, waren von der Gesellschaft gemieden und verloren alles. Sie wurden systematisch diskriminiert und als „Deutschenflittchen“ beschimpft. Die Besatzung von Norwegen endete am 08. Mai 1945 mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig über die deutsche Besatzung in Norwegen erzählen. Es gibt während der Tour auch etwas zu gewinnen:

1 Print Das Haus der verlorenen Kinder

Ihr könnt jeden Tag ein Los sammeln, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet. Meine für heute lautet: Wie würdet ihr reagieren, wenn eure Heimat von einer Armee besetzt würde? Würdet ihr kämpfen oder versuchen, das Beste aus der Situation zu machen? Und warum?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 29.05.2016 um 23:59 Uhr


Morgen geht die Blogtour weiter auf allen Blogs, wo euch von allen das Buch näher vorgestellt wird. Den gesamten Fahrplan der Tour und alle Blogs findet ihr hier in der Übersicht:


Montag, 23. Mai 2016
Deutsche Besatzung in Norwegen
heute hier bei mir

Dienstag, 24. Mai 2016
Buchvorstellung
auf allen Blogs

Mittwoch, 25. Mai 2016
Frauen im zweiten Weltkrieg
bei Kristin von Wurm sucht Buch

Donnerstag, 26. Mai 2016
Protagonisten Vorstellung
bei Tamara von Tamys Bücherwelt

Freitag, 27. Mai 2016
Familientrennung in Kriegswirren
bei Sonja von Buchreisender


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

(Verwandte Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Norwegen_unter_deutscher_Besatzung, https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensborn#Norwegen, https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Weserübung)

Kommentare:

  1. Morgen....HMHMM schwierige Frage?! Ich weis nicht vielleicht würde ich an der seite meines Vaters mit kämpfen, denn er war in früher Zeit Soldat und musste in den Krieg ziehen!Ich würde sicher nicht kampflos aufgeben!
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  2. Guten Morgen,

    ich würde um meine Freiheit kämpfen denke ich. Es ist aber schwer sich in solch eine Situation reinzudenken, weil wir ein friedliches Leben gewohnt sind. Aber mich kampflos ergeben, das war noch nie meine Sache.

    LG Tina

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  3. Hallo,

    ich würde versuchen um meine Freiheit zu kämpfen.

    LG
    SaBine

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  4. Eine sehr schwierige Frage und trostlose Situation. Ich denke ich würde versuchen tapfer zu sein, aber wer weiß das schon? Auf so eine Situation kann einem niemand vorbereiten.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  5. Hallo,
    das ist wirklich schwer zu beantworten. Wir sind schließlich in Frieden aufgewachsen und ich könnte mir so eine Situation kaum vorstellen. Spontan würde ich sagen, ich kämpfe für meine Freiheit, aber welche Auswirkungen dies nach sich zieht und wie lange man diesen Kampf aushält, istveine ganz andere Geschichte.
    Liebe Grüße Bettina Hertz
    bettinahertz66@googlemail.com

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  6. Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten und tollen Beitrag.
    Es ist sehr schwere Frage und ich kann nicht sagen was
    ich machen würde aber ich glaube eher kämpfen.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  7. Hallo
    Danke für Deinen Beitrag.
    Deine Frage ist wirklich schwierig zu beantworten & ich hoffe dass dieses Szenario niemals eintrifft.
    Ich glaube ich würde in einer anderen Art "dienen"; da ich einen PflegeBeruf ausübe würde ich bestimmt auch in diesen sehr sehr schweren Zeiten den Kranken & Sterbenden helfen......
    Liebe Grüsse
    Mimi

    lese.fruechtchen@gmail.com

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  8. Hallo,

    ich weiß es ehrlich gesagt nicht... es würde von der Situation abhängen und wahrscheinlich von den aktuellen Lebensbedingungen, ob ich kämpfen oder es akzeptieren würde...

    LG

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