Samstag, 30. Juli 2016

[Nadja] Das Leben als Moslem - Blogtour "2033"



Das Leben als Moslem – Blogtour „2033“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum vierten Tag der Blogtour zum Buch „2033“ von Lya Sanders begrüßen. Die Tour ist bei Anka gestartet, die euch das Buch und die Autorin näher vorgestellt hat, bevor es bei Stefanie um den Holocaust ging. Danach ging es bei Katja um Zwangsarbeit. Heute möchte ich euch etwas zum Leben als Moslem erzählen.


Vielen Menschen ist der Islam ein Begriff, aber nicht unbedingt im positiven Sinne. So ist IS, der selbsternannte Islamische Staat, für viele ein Inbegriff von Terror und Unterdrückung. Dabei gehört der Islam, genauso wie das Christentum und den Judentum, zu den Weltreligionen, die nur an einen Gott glauben. In diesem Fall glauben sie an Allah, die Botschaft von Allah ist der Koran, nach dem sie leben. Im Koran geht es um Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Friede, Vernunft, Bildung und Fortschritt. Das ist wichtig und nach diesen Dingen sollte gestrebt werden.


Im Gegensatz zu vielen anderen Religionen gibt es im Islam Kleiderregeln. So sollen Muslime weite Kleidung tragen, die nicht zu durchsichtig ist und möglichst viel vom Körper bedecken. Frauen mit Kopftüchern und in Burkas gehüllt, leben ihren Glauben dadurch, dass sie so herumlaufen. Für viele westliche Kulturen ist das eben anders, da es solche Kleiderordnungen nicht unbedingt gibt, höchstens zu bestimmten Festen, wie beispielsweise das Oktoberfest, wo alle in Tracht und Dirndl herumlaufen. Vom Christentum kennt man nur die Geistlichen, die in einer bestimmten Tracht während der Gottesdienste herumlaufen. Die Welt ist offener und freizügiger geworden, da kommen einem die strengen Regeln des Islam bezüglich der Kleiderordnung vielleicht ein wenig merkwürdig vor.


Als Moslem isst man kein Schweinefleisch, weil Schweine als unrein angesehen werden, und trinkt keinen Alkohol, da es einen von den täglich wichtigen Aufgaben abhält. Speisen, die halal sind, dürfen gegessen werden.

„Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Unterstützer, sie sollen sich für das Gute einsetzen und das Böse verhindern...“
(Koran, Sure 9, Vers 71)


In einer Ehe hört man von vielen Frauen, die in eine Ehe von ihrer Familie gezwungen werden und der Mann das Sagen hat und die Frau seinen Befehlen folgen muss. Doch eigentlich gehen beide gleichberechtigt und mit eigenem Willen die Ehe ein. Aber Liebe kann einen blind werden lassen. So ergeht es aber Frauen auch in westlichen Kulturen. Mangelnde Aufklärung von beiden Seiten aus lassen Vorurteile entstehen oder schlechte Schulbildung.


Aber so wie jeder Text verschiedene Interpretationen ermöglicht, so ist es auch im Islam. Wenn man Texte oder bestimmte Abschnitte anders auslegt, kann es zu einer Radikalisierung führen. Andere Religionen oder Länder, die nicht nach den Geboten des Islams leben, werden als Feindbild betrachtet und ein Art Kreuzzug wird ausgelöst. Aber nicht nur im Islam besteht die Möglichkeit der Radikalisierung oder Negativ-Auslegung, denn im Christentum oder anderen Religionen ist das durchaus auch möglich, wie die Geschichte bereits bewiesen hat. Aber gleich alle in einen Topf stecken? Das ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt, denn in Deutschland gibt es auch Muslime, die sich den deutschen Gesetzen anpassen, in zweiter Generation kein Kopftuch mehr tragen und in deutsche Schulen gehen. Sie sprechen Deutsch und in ihrem Freundkreis befinden sich nicht nur Angehörige aus ihrem Glauben und Heimatland, sondern auch Menschen, die christlich geprägt und deutscher Herkunft sind.


Spinnt man die Gedanken weiter, dass der Hass und die Angst immer größer werdende Kreise ziehen, dann kann es zu einer Entwicklung führen, die im Buch beschrieben wird. Man besinnt sich auf alte, deutsche, christliche Werte, und sieht den Feind in anderen Menschen, die nur aufgrund ihres Glaubens und ihre Abstammung anders sind. Die Angst verbreitet sich, die Politik lebt diese Angst aus und es werden diejenigen schneller ins Gefängnis gebracht, die eben türkischstämmig oder muslimisch geprägt sind. Gefängnisse werden zu Arbeitslagern und dann sind wir in der gleichen Situation, wie sie damals schon mit den Juden begonnen hat. Geschichte ist auch da, uns zu lehren und nicht alle Moslems, die nach ihrem Glauben leben, wollen Andersgläubige töten.

Auch Ibo, eine der Protagonisten in dem Buch, ist als Moslem der Willkür der deutschen Behörden ausgeliefert und muss aufpassen, dass er nicht wegen Kleinigkeiten hinter Gittern gebracht wird. Ein falscher Blick am falschen Ort reicht da schon. Wollen wir uns von Angst und Hass lähmen lassen? Und diese realistische Zukunftsversion wahr werden lassen? Schwarze Schafe gibt es überall und es kann jeder Mensch aus den unterschiedlichsten Beweggründen falsch handeln.


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Leben als Moslem geben und vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen. Es gibt während der Tour etwas zu gewinnen und zwar folgendes:

1. Preis - 1 signiertes Print
2. Preis - 2x 1 E-Book im Wunschformat

Ihr könnt jeden Tag ein Lossammeln, indem ihr die individuelle Tagefrage beantwortet. Meine für heute lautet: Wie sieht ihr das Leben als Moslem heutzutage an? Gefährlich oder unbedenklich? Bitte begründet eure Antwort.

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. Das Gewinnspiel endet am 31.7.2016 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Barbara vom Blog Mein Leben, die euch etwas zu Strafanstalten erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal hier in der Übersicht:


Mittwoch, 27. Juli 2016
2033
bei Anka von Ankas Zeilenzauber

Donnerstag, 28. Juli 2016
Holocaust
bei Stefanie von Buchmelodie

Freitag, 29. Juli 2016
Zwangsarbeit

Samstag, 30. Juli 2016
Das Leben als Moslem
heute hier bei mir

Sonntag, 31. Juli 2016
Strafanstalten
bei Barbara von Mein Leben

Montag, 01. August 2016
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ein wenig zum Nachdenken angeregt. Ebenso hoffe ich, dass ihr morgen wieder dabei seid. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja




(Quelle: http://www.religionen-entdecken.de/lexikon/l/lebensregeln-im-islam, http://www.religionen-entdecken.de/lexikon/f/frau-und-mann-im-islam, http://www.religionen-entdecken.de/lexikon/k/kleidung-im-islam, http://www.religionen-entdecken.de/religionen/islam, https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Gesellschaft-Verfassung/DIK/MLD-Zusammenfassung.pdf?__blob=publicationFile)

Kommentare:

  1. Bei solchen Fragen mag ich mich nicht zuweit aus den fenster legen und nicht Zuviel drüber sagen. Da ja Moslem auch irgend wo Relegion ist mag ich mich da gerne nicht äußern da ich keine Relegion bevorzuge, keiner angehöre und einige auch überhaupt nicht verstehe!
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com
    *und gerne weiter mein glück für eine printversion versuche da ich keine ebooks lesen kann und diese auch nicht mag und eben nur Bücher bevorzuge!

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  2. Normal ist Religion überhaupt nicht gefährlich, gefährlich ist es nur wenn sich die Leute dann verändern, wie bei den Terroranschlägen. Aber im allgemeinen ist jede Religion in Ordnung und jeder sollte der angehören, der er möchte - oder halt nicht.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  3. Hallo,
    Hm würde sagen nicht gefährlicher als andere. Es wird immer irgendwo irgendwelche verrückten Terroristen geben die dann aus ausrede ihre Reliogion benutzten.
    Lg
    Alena

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  4. Hallo,
    ein Moslem zu sein ist das Recht eines Jeden, genauso wie ein Christ zu sein. Solange es nur um den Glauben geht. Das was heutzutage alles passiert, beruht nicht nur auf Muslime.
    LG
    Anni

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  5. Hallo,

    ich bin generell nicht so der Befürworter von Religion... demgegenüber empfinde ich aber keinen Unterschied zwischen den Religion und denke, dass jede ausgelebt werden darf und denke auch nicht, dass es gefährlich ist...

    LG

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