Donnerstag, 3. November 2016

[Nadja] Götter - Will Hofmann [Rezension]



Rezension – Götter – Will Hofmann




Titel: Götter
Originaltitel: Götter
Autor: Will Hofmann
Verlag: fabulus Verlag
Genre: Dystopie, Thriller, Survival, Romance, Drama
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400 Seiten
Preis: 19,95€
ISBN: 9783944788197




Die Frau fiel ihm sofort ins Auge. Clemens Röder wollte sich drei Dosen Sauerkraut kaufen.

In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe.
Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen?

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht verschiedener Personen, allen voran Agnes.
Agnes ist eine junge Frau, die in den Reservaten lebt. Sie weiß nicht viel von Menschen und von der Welt. In ihrer Welt gibt es nur Frauen, Götter und die Arbeit. Aber sie ist zu neugierig, um nicht geheime Studien zu unternehmen, die ihre Welt in Frage stellt. Als es ihr gelingt zu fliehen, lernt sie die wirkliche Welt kennen, auch wenn sie die korrekte Bezeichnung von allem nicht kennt. Sie ist klug, lernfähig und engagiert. Agnes kämpft um ihr Überleben und versucht das Beste aus der Situation zu machen, auch wenn es tief in ihr drinnen nach Rache dürstet, dass die Götter ihnen und den Anderen in den Reservaten die Wahrheit vorenthalten und sie ausbeuten.
Ich konnte mich ganz gut in sie hineinversetzen und fand ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar.

Die Geschichte an sich ist spannend, dramatisch und emotional. Sie konnte mich irgendwie nie wirklich fesseln und mitreißen, auch wenn sie einige interessante Ansätze und Ideen bietet. An manchen Stellen war für mich die Geschichte ein wenig zu sehr in die Länge gezogen, auch wenn es irgendwo realistisch war, dass Agnes nicht alles von heute auf morgen kennenlernt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass der Autor mehr Tempo und Spannung in die Geschichte hineinbringt. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen, da es an manchen Stellen doch recht vorhersehbar war, was als nächstes passiert. Der Schreibstil des Autors war angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn dieser und die Wahl der Perspektive eine gewisse Distanz zu den Charakteren aufgebaut hat.

Eine Geschichte mit einer interessanten Idee, die mit einer anderen Perspektive und mehr Tempo deutlich besser in der Umsetzung gewesen wäre, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch gut gefallen, aber leider nicht besser. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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