Freitag, 3. Februar 2017

[Nadja] Auswirkung von Isolation in Kälte auf Körper & Psyche - Blogtour "Nichts bleibt vergessen" & "Polarglut"



Auswirkungen von Isolation in Kälte auf Körper & Psyche – Blogtour „Nichts bleibt vergessen“ & „Polarglut“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum siebten Tag der Blogtour zu den beiden Büchern „Nichts bleibt vergessen“ & „Polarglut“ von Ylvi Walker begrüßen. Die Tour ist bei Tanja gestartet, die euch die Bücher näher vorgestellt hat, bevor Silke die Protagonisten interviewt hat. Danach hat euch Jasmin ins Mount Bigelow Preserve mitgenommen, bevor euch Jacky die Berufe des Rangers und der Landärztin näher vorgestellt hat. Vorgestern hat euch Nadine etwas über die Mafia und Zeugenschutz erzählt, bevor es gestern bei Stefanie um Forschungsstationen in Alaska ging. Heute geht es bei mir um die Auswirkungen von Isolation in Kälte auf Körper & Psyche.



In „Polarglut“ befinden wir uns auf einer Forschungsstation in Alaska, die mehr einem Sicherheitskomplex gleicht, als einem normalen Wohnort. Das dieses Leben dort die einzelnen Menschen vor besondere Herausforderungen stellt, ist relativ selbstverständlich. Es werden nachts Temperaturen von -30°C erreicht und viel wärmer ist es tagsüber auch nicht. Wenn man also den ganzen Tag nicht in entsprechender Isolationskleidung herumlaufen will, die nicht nur kälteresistent ist, sondern auch eine Windstopperfunktion hat, ist es schwer für die einzelnen Mitarbeiter möglich, die Forschungsstation zu verlassen. Das Leben findet also hauptsächlich innerhalb der Forschungsstation statt, was auf Dauer natürlich schwierig ist, da man sich dort häufig wie „eingesperrt“ vorkommt, weil man diese nur Schwierigkeiten verlassen kann. Bei Schneestürmen ist es gar unmöglich, die Forschungsstation zu verlassen und Nahrungsmittellieferungen aus nächstgelegenen Orten versorgen die Bewohner, die diese per Flugzeug erreichen.


Doch was bedeutet diese Isolation für Bewohner? Vor allem für Raucher ist die tägliche Zigarette eine Herausforderung, da nicht innerhalb der Forschungsstation geraucht werden darf. Außerdem ist man, wenn nicht zwischendurch die Station verlässt, um Proben oder Nahrungsmittel zu besorgen. Doch auch da muss man immer darauf achten, die richtige Kleidung anzuziehen. Längere Expeditionen in Alaska erfordern neben der richtigen Ausrüstung auch körperliche und mentale Fitness, die richtige Ernährung und eine gewisse taktische Komponente, die besagt, dass man sich 8 Stunden Zeit fürs Kochen, 8 Stunden Zeit fürs Schlafen und 8 Stunden Zeit für die Expedition an sich nehmen soll, um längere Zeit in der Kälte durchzuhalten. Je fitter man körperlich ist, desto einfacher ist es diesen Zeitplan einzuhalten, um auch kritische Situationen zu meistern. Auch wenn in unserer Geschichte die Bewohner der Forschungsstation diese nicht lange verlassen, wird Alan von Rowen außerhalb der Forschungsstation mit der falschen Ausrüstung gefunden.


Wäre Rowan nicht rein zufällig auf Alan gestoßen, hätte es für ihn üble Auswirkungen haben können. Zwar ist in gewisser Weise eine große Unterkühlung gut für den Körper, denn bei Körpertemperaturen von 16 bis 18°C kann das Gehirn eine Stunde lang ohne Sauerstoff versorgt werden, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen, aber dennoch kann die Kälte fatale Auswirkungen haben. So braucht man deutlich mehr Flüssigkeit, um allein zu atmen, denn der eigene Körper muss Energie aufwenden, um die kalte Luft von draußen in die Körpertemperatur umzuwandeln.
Außerdem kann es zu Erfrierungen kommen. Meist ist es ja immer so, wenn es zu kalt ist, dass die Extremitäten wie Hände und Füße anfangen zu schmerzen, bevor man sie irgendwann nicht mehr so wirklich spürt. Erst richtig gefährlich wird es dann aber, wenn die äußere Kälteeinwirkung andauert, denn der Mensch wird apathisch, da es zu einer Erregungsabnahme kommt. Der Körper wird apathisch und kann sogar aufgeben. Der Körper beginnt zuerst die äußeren Organe abzustoßen, wie Haut, Muskeln und Knochen, um die die lebenswichtigen Organe und das Gehirn so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Daher ist es wichtig, dass Unterkühlte, wie eine Mumie abgepackt, abtransportiert werden.  Wenn man mit mehreren Menschen draußen in der Kälte unterwegs ist, ist es wichtig, sich gegenseitig nach dem körperlichen Befinden des Anderen zu erkunden, um genau das zu vermeiden.



Das Aufwärmen funktioniert dann langsam und beginnt mit lauwarmen Wasser, damit sich der Körper langsam an die neue Temperatur gewöhnen kann. Dann wird das Wasser nach und nach wärmer bis es irgendwann Körpertemperatur erreicht hat. Das Aufwärmen beginnt von innen nach außen.
Doch neben der Gefahr der Unterkühlung und des Erfrierens, sobald man die Forschungsstation verlässt, ist ein Problem. Man geht tagtäglich mit den gleichen Menschen um und kommt nicht von ihnen los, muss sich mit ihnen arrangieren. Deshalb ist es wichtig, keinen Lagerkoller zu bekommen und bei Gefahr sich gegenseitig zu verdächtigen oder auszuflippen. Das stört den Gruppenzusammenhalt. Daher ist es eine gewisse psychische Stabilität erforderlich, um länger in solch kalten Gegenden zu überleben.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig über die Auswirkungen von Isolation in Kälte auf Körper und Psyche erzählen. Es gibt während der Tour auch etwas zu gewinnen und zwar folgendes:


Es kann jeden Tag ein Los gesammelt werden, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet. Meine für heute lautet: Was sind für euch die größten Gefahren der Kälte?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. Das Gewinnspiel endet am 04.02.2017 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Nadine von Booklady, die für euch ein Interview mit der Autorin hat. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es hier noch einmal in der Übersicht:


Samstag, 28. Januar 2017
Nichts bleibt vergessen & Polarglut
bei Tanja von Lesen und mehr

Sonntag, 29. Januar 2017
Wer sind die Protagonisten?
bei Silke von Siljas Bücherkiste

Montag, 30. Januar 2017
Das Mount Bigelow Preserve
bei Jasmin von Bücherleser

Dienstag, 31. Januar 2017
Der Beruf des Rangers & die Arbeit als Landärztin
bei Jacky von Jackys Bücherregal

Mittwoch, 01. Februar 2017
Die Mafia & Zeugenschutz
bei Nadine von Traumfantasiewelten

Donnerstag, 02. Februar 2017
Forschungsstationen in Alaska
bei Stefanie von Buchmelodie

Freitag, 03. Februar 2017
Auswirkung von Isolation in Kälte auf Körper & Psyche
heute hier bei mir

Samstag, 04. Februar 2017
Autoreninterview
bei Nadine von BookLady

Sonntag, 05. Februar 2017
Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

(Verwandte Hilfsquellen für den Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/abenteuer-arktis-ueberleben-unter-null-1.288412, http://www.redbull.com/de/de/snow/stories/1331653751541/alaska-f%C3%BCr-alle-so-%C3%BCberlebt-man-30%C2%B0c-bei-nacht)

Kommentare:

  1. Hallo,
    interessanter Beitrag.
    Ich hätte die meiste Angst um meine Zehen und Finger. Die kühle bei mir immer sofort aus.

    LG
    Sabine H.

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  2. Hallo,

    ich hätte als erstes Angst um meine Finger und Zehen... die werden bei mir immer als erstes kalt.

    LG
    SaBine

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  3. Ich hätte auch vor allem Angst, dass meine Finger und Zehen absterben würden, eine grausige Vorstellung.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Guten Abend,
    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag.
    Die größten Gefahren der Kälte für mich...alles? Ich kann Kälte gar nicht ab und hätte, wie die anderen auch, Angst um meine Finger und Zehen, aber auch um meine Ohren, die nach einer viertel Stunde bei -10 Grad schon immer so schlimm weh tun, dass sie in Alaska nach einer halben Stunde wahrscheinlich schon abgestorben wären...Die größte Gefahr wäre für mich also die Angst des absterben sämtlicher Gliedmaßen und die der allgemeine Unterkühlung die ich mir ziemlich unangenehm vorstelle.

    LG und einen schönen Abend noch
    -Sarah

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  5. Huhu Nadja,
    wieder ein sehr interessanter Beitrag.
    Ich mag Kälte ja generell nicht, bin eh immer so ein Frierhutzel...
    Aber am meisten wäre es wohl die Angst, dass der Körper nach und nach von der Kälte ausgezerrt wird und erkaltet, bis es zur Unterkühlung kommt und dann zu Erfrierungen, so dass nach und nach die Gelenke steif werden und einzelne Körperteile sogar so stark erfrieren, dass sie gar absterben. Auch der anfängliche Schmerz, bis es zu dem Punkt kommt, so die Sinne so sehr benebelt sind, dass man al dies nicht mehr wahrnimmt.

    Liebe Grüße
    Elchi

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  6. Hallo,

    ich finde es generell schrecklich zu frieren ;) Ich hätte aber wahrscheinlich auch am meisten Angst um meine Finger und Zehen...

    LG

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