Samstag, 25. Februar 2017

[Nadja] Erntedank in Vertikow - Frank Friedrichs [Rezension]


Rezension – Erntedank in Vertikow – Frank Friedrichs (Vertikow-Fälle 1)







Titel: Erntedank in Vertikow
Originaltitel: Erntedank in Vertikow
Autor: Frank Friedrichs
Verlag: Self-Publishing
Genre: Crime, Drama, Thriller
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 302 Seiten
Preis: 3,49€
ASIN: B01NAAJR0Z 




Benzin war keine gute Idee gewesen. Die Flammen loderten zwei Meter in den Himmel, die ersten Nadeln der Kiefernhecke verglühten zischend. 

Mecklenburgische Idylle. Ein Mord. Und ein Rollstuhlfahrer als einziger Zeuge. »Erntedank in Vertikow« ist Peer Wesendonks erster Fall.
Nach einem Motorradunfall sitzt Peer Wesendonk im Rollstuhl, mit seinem Job als Organist in Vertikow ist es vorbei. Ohne Aufgabe fühlt er sich nutzlos. Dann wird er Zeuge, wie die alte Frau Kuhn totgefahren wird - mit voller Absicht, da ist er sich sicher. Niemand glaubt ihm, Frau und Freunde warnen, er könnte mit seiner Theorie Unfrieden im Dorf stiften. Aber für Peer steht fest: Er muss den Mörder finden. Ob er der Rolle als Detektiv gewachsen ist?


Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Peer Wesendonk.
Peer spielt die Orgel in der Dorfkirche und das mit Leib und Seele, allerdings kann er seinen Beruf seit einem verhängnisvollen Motorradunfall, den ihn in den Rollstuhl trieb. Seitdem verflucht er sein Leben und ist sehr selbstkritisch und lässt sich hängen. Das kriegt seine Frau Sascha und auch andere Personen zu spüren, mit denen er zu tun hat. Erst nach und nach fängt er seine Situation zu akzeptieren und widmet sich einer neuen Aufgabe, dem Ermitteln.
Während der Geschichte gerät er an seine Grenzen, überschätzt sich, wächst über sich hinaus und entwickelt sich weiter. Ich konnte mich ganz gut in ihn hineinversetzen, denn er war doch ein sehr eigensinniger und ungewöhnlicher Protagonist.

Die Geschichte an sich ist spannend, dramatisch, emotional und actionreich. Peer wird mehr oder weniger durch ein Zufall Zeuge und später Ermittler, auch wenn ihn das in Gefahr bringt und weiterentwickelt. Dennoch ist es weniger ein Krimi, obwohl der Fall natürlich irgendwie im Mittelpunkt steht. Es geht auch um Peers Beziehung, das Leben und die Bewohner in Vertikow und der Umgang mit der Behinderung. Alles steht gemeinsam im Fokus der Geschichte, was vielleicht auch ein wenig das Problem ist, denn zwischendurch hat man das Gefühl man jagt mit Peer gemeinsam ein Phantom und es gab keinen Mord. Es gibt wenige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen.

Ein gelungener Auftakt, der verschiedene Aspekte aufgreift und mir nicht immer das Gefühl vermittelte, einen Krimi, sondern eine Lebensgeschichte zu lesen, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Autor für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares im Rahmen der Blogtour danken. Habt ihr das Buch denn schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja


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