Mittwoch, 17. Mai 2017

Das Leben als Magd - Releaseparty "Foy und der Ring des Mauren"



Das Leben als Magd – Releaseparty „Foy und der Ring des Mauren“


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erneut zur Releaseparty zu „Foy und der Ring des Mauren“ von Katharina Münz bei mir begrüßen. Bei mir soll es heute um das Leben als Magd gehen. Andere Beiträge findet ihr in der Facebook-Veranstaltung, wo alles verlinkt ist.


Das Leben als Magd war nicht gerade einfach. Man war dem Hausherren unterstellt und die täglichen Aufgaben beinhalteten: Kochen, Putzen, Tiere füttern, Einkaufen, Essen reichen und  eher selten Handarbeiten wie Spinnen, Nähen, Weben und Flicken. War man zusätzlich noch der Hausdame unterstellt, konnte man zusätzliche Aufgaben bekommen, wie zum Beispiel sich um die Kinder kümmern. Es war ein hartes Leben, in dem jede kleinste Verfehlung bestraft werden kann, vor allem als Frau.

Eigentlich war der Plan von Foys Eltern sie zu verheiraten, doch kurz davor wird sie von Herr Childeric ihrer Jungfräulichkeit beraubt und als Magd in seine Dienste gestellt. Eine standesgemäße Ehe ist nicht mehr drinnen und ihr neuer Herr kann nicht die Finger von ihr lassen. Für ihn käme es nicht in Frage, dass Foy jemand Anderem als ihm gehört. Seine Frau weiß das, aber nimmt es hin, denn auch Foy leistet ihr gute Dienste, natürlich in anderer Hinsicht. Sie selber hasst diese Berührungen, diesen Mann, aber kann nichts weiter tun, wenn sie am Leben bleiben will.


Auch wenn das Leben als Magd nicht unbedingt einfach war, hat ein Herr gegenüber seiner Magd auch gewisse Pflichten. So muss er dafür sorgen, dass sie einen Schlafplatz bekommt und sie ernähren. Natürlich bekommt man in der Regel Reste oder sehr einfache Mahlzeiten, aber man wird zumindest soweit gesättigt, dass man den nächsten Tag übersteht. Außerdem haftet der Herr und seine Familie für seine Magd gegenüber Dritte. Inwieweit ist natürlich ihm selbst überlassen. Geht es aber dem Herrn und dessen Familie schlecht, so hat es auch Auswirkungen auf die Mägde und Knechte, aber genauso ist das umgekehrt der Fall.

Von der Kleidung trugen Mägde eher einfache Kleidung. Meist ein Kleid, welches praktisch sein sollte und nicht so einfach kaputt geht. Kopfbedeckung war auch nicht selten für Mägde, da sie vor allem bei jungen Frauen ein Ausdruck von Keuschheit war und bei älteren Frauen eben, weil sie unter der Haube waren. Offenes Haar galt als erotisierend.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig über das Leben als Magd erzählen. Bereits um 13:00 Uhr geht es in der Facebook-Veranstaltung weiter mit dem nächsten Textschnipsel.

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

(Verwandte Quellen: http://www.burgalltag.de/FormsAction/Magd.aspx, https://www.tempus-vivit.net/taverne/thema/Die-Taetigkeiten-und-das-Aussehen-einer-Magd, https://www.leben-im-mittelalter.net/wissenswertes/120-keuschheit-der-frau.html)


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