Donnerstag, 11. Mai 2017

Lichtwechsel - Andrea Ecker [Rezension]



Rezension – Lichtwechsel – Andrea Ecker




Titel: Lichtwechsel
Originaltitel: Lichtwechsel
Autor: Andrea Ecker
Verlag: Latos Verlag
Genre: Thriller, Drama, Crime
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 207 Seiten
Preis: 4,99€
ASIN: B01N9TYO1F




Ich tastete nach dem Alarmknopf unter meiner Tischplatte, ohne die Augen von den schwarzen Gestalten zu lassen. In meinem Kopf donnerte eine außer Kontrolle geratene Achterbahn, die Gedanken stürzten in alle Richtungen.

Sprichwörtlich auf Knopfdruck gerät das Leben der Bankangestellten Nina aus seinen geordneten Bahnen. Als sie einen Überfall durch Auslösen des Polizeialarms stört, wird sie von den drei maskierten Räubern verschleppt, die statt der entgangenen Beute nun Lösegeld fordern. In einem Keller festgehalten, schwankt Nina ständig zwischen Hoffnung und Angst. Menschenwürdige Behandlung wechselt mit kaum zu ertragender Brutalität – bis die verlangte Lösegeldsumme endlich gezahlt wird. Doch frei ist sie damit noch nicht.
Zwischen den Fronten einer fast tödlichen Auseinandersetzung gefangen, wird Nina zur Flucht mit zwei ihrer Entführer gezwungen, muss immer wieder neuen Gefahren ins Auge blicken und entdeckt dabei vollkommen fremde Seiten an sich. Seiten, die sie mehr und mehr von ihrem alten Leben entfernen, sie gleichermaßen verstören und faszinieren.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet aus der Sicht von Nina.
Nina ist eine Bankangestellte, die aus guten Verhältnissen stammt. Sie ist klug, schön und eher ruhig. Ihr ganzes Leben wird von ihrem Alltag und ihrer Familie bestimmt, sodass sie dabei sich selbst vergessen hat. Aber das wird ihr erst richtig bewusst, als sie entführt wird und damit aus dem Alltag ausbricht. Sie wird auf sich selbst und ihre Bedürfnisse reduziert und muss sich viel mehr mit sich selbst auseinandersetzen, als ihr anfangs bewusst wird.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter, gerät an ihre Grenzen und wächst über sich hinaus. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.

Die Geschichte beschreibt eine eher außergewöhnliche Entführung aus der Sicht des Opfers, welches gezwungen ist, längere Zeit mit den Tätern zusammenzuleben, immer bewusst, dass sie eigentlich die Geisel ist. Sie zeigt, wie man sich innerhalb von Tagen verändern kann, aber auch, wie ein Ausbruch aus dem Alltag mal nicht schlecht ist, auch wenn die Art und Weise natürlich nicht richtig ist. Es ist interessant, wie unterschiedlich die Beziehung zwischen den Tätern und der Geisel sich gestalten kann. Das Buch konnte mich auf seine eigene Art und Weise fesseln und mitreißen. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen, aber irgendwie hat man das Gefühl, es könnte noch mehr passieren. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen, ein wenig poetisch und nachdenklich gestimmt. Er hat aber zur Protagonistin und zur Geschichte gepasst.

Ein gelungener Thriller, der mit seinem Schreibstil und der ungewöhnlichen Beziehung zwischen Geisel und Entführer prägt, aber leider mich ein wenig unbefriedigt zurücklässt. Deshalb gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Verlag und der Autorin für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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