Freitag, 16. Juni 2017

Die Germanin: Mit Blut beschworen - Christine Dorn [Rezension]



Rezension – Die Germanin: Mit Blut beschworen – Christine Dorn




Titel: Die Germanin: Mit Blut beschworen
Originaltitel: Die Germanin: Mit Blut beschworen
Autor: Christine Dorn
Verlag: Latos Verlag
Genre: Historical, Drama, Crime, Urban-Fantasy
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 310 Seiten
ASIN: B01MA3YKLW




Angstvoll schrie Sigrun auf, als sich im Wasser ein fürchterliches Bild zeigte. Hastig fuhr sie zurück und stieß die flache Bronzeschale um.

Sigrun ist eine eigenwillige, stolze Frau mit seherischen Fähigkeiten. Ihre scheinbar vorbestimmte Zukunft als Priesterin ihres Volkes ändert sich, als während des Frühlingsfests ein junger Krieger der Vandalen zu Tode kommt. Um der Blutrache zu entgehen, wird die Vermählung von Ingeborg, Schwester des Königs, mit dem König der Vandalen vereinbart.
Als Gefährtin der Braut begleitet Sigrun Ingeborg pflichtbewusst in die Fremde und hofft auf eine baldige Rückkehr in die Heimat, um die Frau des Skalden Thorwald zu werden. Kaum bei den Vandalen angekommen, sieht sie sich jedoch Intrigen ausgesetzt, die sie in eine ungewollte Ehe mit dem Vandalenkrieger Wulfgar zwingen. Ihre Suche nach einem Mörder, dessen Ziel es ist, die Königsfamilie auszulöschen, gibt sie jedoch nicht auf und bringt sich damit in größte Gefahr.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Sigrun.
Sigrun ist eine junge Priesterin der Freya und empfängt die Stimme und die Visionen dieser Gottheit. Sie ist klug, freundlich, hilfsbereit und um das Leben bemüht. Sigrun weiß, wann es besser ist als Frau nicht ihre Meinung kundzutun, um ihre Stellung nicht zu verlieren, und hilft, auch wenn es ihr schaden könnte.
Im Laufe der Geschichte gerät sie an ihre Grenzen, muss sich neuen Herausforderungen stellen und entwickelt sich weiter. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.

Die Geschichte an sich spielt zu Zeiten der Germanen, als der Glaube an die nordische Mythologie ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Bevölkerung war. Sie ist ein wichtiger Bestandteil im Alltag der Bevölkerung, auch wenn manche Gottheiten nicht so hoch gesehen werden, wie Andere. Von der Seite war es sehr gut recherchiert und man bekam das Gefühl, dass die Charaktere diesen Glauben wirklich gelebt haben. Das Buch an sich endete, bevor es wirklich begann und erzählt mehr eine Episode aus Sigruns Leben, was ich ein wenig schade fand und der Geschichte viel genommen hat, da man gerne mehr erfahren hätte. Ebenso ist sie recht vorhersehbar, was sehr schade war, was nur wenige überraschende Wendungen und Entwicklungen offen lässt. Das Buch konnte mich dennoch fesseln und mitreißen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn die verschiedenen ähnlich klingenden Namen einen verwirren können.

Ein historischer Roman, der gut recherchiert wirkt, aber zu vorhersehbar war und endete, bevor er richtig anfing, deshalb gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Verlag und der Autorin für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es ein paar Schwächen hat. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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