Samstag, 3. Juni 2017

Kein Schnee im Hexenhaus - Susanne Eisele [Rezension]



Rezension – Kein Schnee im Hexenhaus – Susanne Eisele (Märchenspinnerei 4)




Titel: Kein Schnee im Hexenhaus
Originaltitel: Kein Schnee im Hexenhaus
Autor: Susanne Eisele
Verlag: Self-Publishing
Genre: Drama, Young Adult, Urban-Fantasy
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 148 Seiten
Preis: 2,99€
ASIN: B072BF83C8




Es war einmal, also eigentlich erst vor Kurzem, ein einfaches Reihenhaus in der Vorstadt. Wie alle Häuser in dieser Gegend war auch dieses mit einem einfachen Ziegeldach versehen, ansonsten jedoch schmucklos.

Ein Bruder und seine Schwester.
Ein Haus im Wald.
Eine schrullige Alte.
Hansjörg und Margarete verlaufen sich im Wald. Dort werden sie von der Polizei aufgegriffen und von den Eltern wegen ihres wiederholten Drogenkonsums in ein Erziehungsheim geschickt. Man bringt sie zu einem kleinen Häuschen, weit, weit weg von der Stadt. Sie denken sich dabei nichts Böses. Eigentlich nur an eine baldige Flucht.
Doch dies stellt sich als unmöglich heraus. Denn das Haus hält nicht nur eine waschechte Hexe, seltsame Wesen und giftige Pflanzen für sie bereit. Für Hansjörg und Margarete wird dieser Trip die entscheidende Lektion ihres Lebens.
Hänsel und Gretel einmal anders: In "Kein Schnee im Hexenhaus" spinnt die Autorin Susanne Eisele das bekannte Märchen der Brüder Grimm ganz neu und setzt sich dabei mit Sucht und Realitätsverlust auseinander.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Hansjörg und Margarete, kurz Hansi und Gretel genannt.
Hansi und Gretel sind Geschwister, die ein immenses Drogenproblem haben. Nicht nur konsumieren sie regelmäßig Drogen, um sich besser zu fühlen, sondern verkaufen sie auch. Nötig haben sie es nicht unbedingt, da ihre Eltern eigentlich reich sind, aber sie tun es, um deren Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch hängt Gretel sehr stark an ihrem Bruder und bewundert ihn regelrecht, was sich aber im Laufe der Geschichte ein wenig ändert.
Beide Geschwister werden getrieben von ihrer Drogensucht, handeln nicht unbedingt rational, auch wenn sie es versuchen. Das zieht sich durch die ganze Geschichte. Ich fand die Beiden leider unsymphatisch und hatte ab und an Schwierigkeiten ihre Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen, auch wenn sie sie sich irgendwo im Laufe der Geschichte weiterentwickeln.

Die Geschichte macht aus Hänsel und Gretel eine ganz andere Geschichte und kehrt die Rollen um, was durchaus interessant ist. Auch wenn es um Jugendprobleme geht, hat die Autorin ein wenig Fantasy in die Geschichte gebracht, die  sich um das Haus der Hexe abspielt. Das Buch konnte mich dennoch nicht so fesseln wie erhofft, was vielleicht auch daran lag, dass es recht vorhersehbar war und entsprechend eher weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen gab. Der Schreibstil der Autorin ist aber angenehm und flüssig zu lesen.

Eine gelungene Neuinterpretation eines alten Märchens in der heutigen Zeit, welches interessante Ideen und Aspekte bietet, aber mich leider insgesamt nicht so überzeugen konnte, auch wenn es irgendwie rund war, deshalb gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich der Autorin für das bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es mir lieber besser gefallen hätte. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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