Donnerstag, 4. Januar 2018

Sind Engel immer gut und Dämonen immer böse? - Mut zur Nische "Impure"



Sind Engel immer gut und Dämonen immer böse? – Mut zur Nische „Impure“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum dritten Beitrag zur Bloggeraktion „Mut zur Nische“ zum Buch „Impure“ begrüßen. Wir wollen euch Bücher näher vorstellen, die eher unbekannt sind und unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit benötigen – und diesmal soll es um „Impure“ von Jeanne Winter gehen.


Unsere Protagonistin Avery hat eine besonders reine Seele, weshalb sie einen Schutzengel an ihre Seite gestellt bekommt, ohne ihn wirklich zu kennen. Er beschützt sie ein Leben lang und hält sich still im Hintergrund, doch das ändert sich als sein Dämon ihr Interesse geweckt.
Beide sind verzaubert von ihrem Klavierspiel, beide wissen um ihre reine Seele und ihre Unschuld. Doch ist der Dämon wirklich der böse der Geschichte und will ihr die reine Seele nehmen? Und der Engel derjenige, der sie nur retten will?

Dämonen kommen aus der Hölle und schließen mit Menschen häufig Pakte ab, um sicherzustellen, dass diese Seele ihnen gehört und verschmutzt werden. Engel hingegen kümmern sich um die Menschen mit besonders reinen Seelen und beschützen diese.
Daher müssten Engel immer gut und Dämonen immer böse sein. Doch die Geschichte von Jeanne Winter zeigt uns, dass dem nicht immer so ist.


So haben wir den Dämon Seth, der auf Averys Klavierspiel aufmerksam wird und den Kontakt mit ihr sucht. Er erkennt zwar die reine Seele, doch er möchte sie näher kennenlernen, was eigentlich gegen seine Natur ist. Dämonen kennen eigentlich keine Liebe und können keine Gefühle empfinden. Beziehungen beruhen auf Macht, Intrigen und werden rational geführt. Doch Seth beweist während der Geschichte, dass nicht alle Dämonen so böse und intrigant sind, wie es auf den ersten Blick scheint.

Auf der anderen Seite ist da Averys Schutzengel Auriel. Er wurde ausgewählt, um Averys reine Seele zu beschützen, aber darf sich dabei ihr nicht offenbaren oder gar in ihr Leben eingreifen. Als er bemerkt, dass der Dämon Seth auf Avery aufmerksam wird, schrillen bei ihm alle Alarmglocken und er greift in ihr Leben ein, um sie von Seth zu trennen. Dabei geht er subtil vor, schießt aber auch ein wenig über das Ziel heraus. Ihr Gegenüber gibt er sich nett, hilfsbereit und fördernd, aber er hat auch eine dunkle Seite, die er nur selten zeigt.


Auch wenn uns die Religion oder Mythologie uns vielleicht lehrt, dass Engel gut und Dämonen böse sind, so gibt es meiner Meinung nach überall Grauzonen, so wie bei uns Menschen. Nicht jeder ist gut oder böse, sondern er befindet sich in einer mehr oder weniger hellen Grauzone. Es gibt kein Schwarz und kein Weiß. Und genau das zeigt uns die Autorin auch mit dieser Geschichte.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig über dieses Thema erzählen. Gerne könnt ihr auch eure Meinung zu dem Thema als Kommentar unter diesem Beitrag schreiben. Als nächstes macht die Aktion übermorgen Halt bei Carmen von Carmens Bücherfreunde (Facebook).

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

1 Kommentar:

  1. Hallo Nadja,
    du hast den Aspekt überzeugend aufgegriffen. Das Gute im eigentlich Bösen, das Böse im eigentlich Guten. Nix ist nur schwarz-weiß, 50 Shades of Grey...
    Und die kleinen Figürchen find ich total drollig. Hast du die selbst gezeichnet?
    Liebe Grüße
    Daniela

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