Montag, 13. April 2015

[Nadja] Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Blogtour "Sündige Leidenschaft"



Blogtour „Sündige Leidenschaft“ – Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz 

Hallo ihr Lieben, 

wir sind auch schon am siebten Tag der Blogtour angekommen. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Wir waren bereits bei Nickis Bücherwelt zu Besuch, wo uns das Buch vorgestellt wurde. Bei Sunnys Bücherschloss haben wir etwas von der Autorin zur Entstehung des Buches erfahren. Die Protagonisten wurden bei Bella's Life interviewt und Papiertänzerin hat uns die weiteren Charaktere vorgestellt. Eine Tour durch Dänemark haben wir vorgestern bei Bücherleser und bei Das Teufelsweib haben wir Tipps bekommen, wie man mit Fremdgehen umgehen kann. Heute habe ich ein eher schwierigeres Thema für euch, das vielleicht den ein oder anderen heutzutage betrifft. Daher möchte ich mich auch vorsichtig an das Thema heranwagen. 

Erst einmal ein paar Definitionen, um das Themengebiet einzugrenzen:
Als Belästigung bezeichnet man im weitesten Sinne das nachhaltige Einwirken eines oder mehrerer Subjekte (z. B. einer Person) oder Objekte (einer Sache) auf ein oder mehrere Subjekte (z. B. der Zielperson), wobei grundsätzlich entscheidend ist, dass es vom Opfer als beeinträchtigend oder schädigend wahrgenommen wird.
In engerem, weitaus häufiger verwendetem und unter Umständen juristisch relevantem Sinne findet Belästigung zwischen Personen statt und erfüllt folgende Kriterien: sie geschieht
·        ohne berechtigtes Interesse des Täters (bzw. mithilfe unverhältnismäßiger Mittel) und trotzdem zumeist willentlich
·        gegen den Willen und damit zum Schaden des Opfers.
(Quelle: http://www.juraforum.de/lexikon/belaestigung)

Als sexuelle Belästigung gelten unter anderem sexistische und geschlechtsbezogene entwürdigende bzw. beschämende Bemerkungen und Handlungen, unerwünschte körperliche Annäherung, Annäherungen in Verbindung mit Versprechen von Belohnungen und/oder Androhung von Repressalien.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Bel%C3%A4stigung)

Damit ist sexuelle Belästigung ein Strafbestand, in dem sich viele Täter die Angst des Opfers zu Nutzen machen. Dabei kann es die Angst sein, den Job zu verlieren oder das die Kollegen oder die Familie und Freunde davon erfahren. Opfer sind dann meist beschämt von sich selbst und trauen sich meist nichts zu sagen, obwohl ihnen Unrecht angetan wird. Dabei wird ihnen der Schutz sogar gesetzlich zugesichert durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz:

§ 1 Ziel des Gesetzes
Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.
§ 2 Anwendungsbereich
(1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:
1. die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,
2. die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich Arbeitsentgelt und Entlassungsbedingungen, insbesondere in individual- und kollektivrechtlichen Vereinbarungen und Maßnahmen bei der Durchführung und Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses sowie beim beruflichen Aufstieg,
3. den Zugang zu allen Formen und allen Ebenen der Berufsberatung, der Berufsbildung einschließlich der Berufsausbildung, der beruflichen Weiterbildung und der Umschulung sowie der praktischen Berufserfahrung,
4. die Mitgliedschaft und Mitwirkung in einer Beschäftigten- oder Arbeitgebervereinigung oder einer Vereinigung, deren Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe angehören, einschließlich der Inanspruchnahme der Leistungen solcher Vereinigungen,
5. den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste,
6. die sozialen Vergünstigungen,
7. die Bildung,
8. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum.
(2) Für Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch gelten § 33c des Ersten Buches Sozialgesetzbuch und § 19a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch. Für die betriebliche Altersvorsorge gilt das Betriebsrentengesetz.
(3) Die Geltung sonstiger Benachteiligungsverbote oder Gebote der Gleichbehandlung wird durch dieses Gesetz nicht berührt. Dies gilt auch für öffentlich-rechtliche Vorschriften, die dem Schutz bestimmter Personengruppen dienen.
(4) Für Kündigungen gelten ausschließlich die Bestimmungen zum allgemeinen und besonderen Kündigungsschutz.
(Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/agg/)

Dabei wird durch sexuelle Belästigung man in seinen Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen benachteiligt, vor allem in der Angst den Sozialschutz, die soziale Sicherheit und die sozialen Vergünstigungen zu verlieren. Sogar ist es in den Begriffsbestimmungen des Gesetzes zu finden:

§ 3 Begriffsbestimmungen
[..]
(4) Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.
(Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/agg/)

Die betroffenen Mitarbeiter haben dann die Möglichkeit ihr Beschwerderecht zu nutzen:  

§ 13 Beschwerderecht
(1) Die Beschäftigten haben das Recht, sich bei den zuständigen Stellen des Betriebs, des Unternehmens oder der Dienststelle zu beschweren, wenn sie sich im Zusammenhang mit ihrem Beschäftigungsverhältnis vom Arbeitgeber, von Vorgesetzten, anderen Beschäftigten oder Dritten wegen eines in § 1 genannten Grundes benachteiligt fühlen. Die Beschwerde ist zu prüfen und das Ergebnis der oder dem beschwerdeführenden Beschäftigten mitzuteilen.
(2) Die Rechte der Arbeitnehmervertretungen bleiben unberührt.

Es ist einem erlaubt sich zu beschweren, denn der Vorgesetzte muss dann entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit sich diese Belästigung nicht wiederholt. Sollte keine Maßnahme ergriffen werden, um die persönliche Situation des Betroffenen zu verbessern, ist ein Arbeitsvertrag immer noch ein gegenseitiger Vertrag, in dem der Arbeitgeber in diesem Fall seine Aufgaben und Pflichten vernachlässigt und die eigenen Grundrechte verletzt werden.

Das war jetzt alles sehr rechtlich und voller Paragraphen: Mir ist dabei nur eine Botschaft wichtig: Habt keine Angst, wenn ihr betroffen seid, sondern macht den Mund auf! Ihr seid im Recht! Sucht euch Hilfe, wenn ihr nicht mehr weiter wisst! 

Auch die Protagonistin Amelie durchlebt eine Phase in ihrem Leben, wo sie am Arbeitsplatz sexuell belästigst wird und schweigt. So wird sie von ihren Kollegen missachtet und verliert ihren Lebensmut. Das ist der falsche Weg, wie sie auf die harte Tour lernen musste.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Thema geben und vielleicht einigen Menschen da draußen helfen, indem ich sie auf ihre Recht aufmerksam gemacht haben, denn leider ist solch ein Thema heutzutage immer noch aktuell.

Nun kommen wir aber zu einem erfreulicheren Thema, denn es gibt natürlich noch etwas zu gewinnen im Rahmen der Blogtour. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr einfach eine kleine Frage beantwortet: 
Welches Gesetz schützt die Menschen vor sexueller Belästigung? 

Und es gibt natürlich auch etwas zu gewinnen, wie ihr wahrscheinlich mittlerweile wisst: 

Teilnahmebedingungen:
- Für jeden der Tage könnt ihr ein Los sammeln, indem ihr die jeweilige Frage am Ende des Blogbeitrages beantwortet.
- Seid mindestens 18 Jahre alt oder habt die Einverständniserklärung eurer Eltern zur Hand.
- Bei Teilnahme stimmt ihr zu, dass euer Name am Ende der Blogtour veröffentlicht wird.
- Bei Verlust des Gewinnes auf Postwegen haftet die Autorin nicht für die Sendung.
- Das Gewinnspiel endet am 15. April um 23:59 Uhr. Bis dahin habt ihr Zeit alle Beiträge zu kommentieren.

Morgen geht es weiter bei Bella's Life mit einem sehr interessanten Thema: Wie wichtig die Anerkennung der Eltern bei der Entwicklung der Kinder ist. Sie entführt uns in den Bereich der Pädagogik.

Den Blogtourfahrplan habt ihr hier noch einmal im Überblick: 


Ich bin gespannt wie ihr meinen Beitrag fandet und ich hoffe ihr habt genauso viel Spaß wie ich an dieser Blogtour. Wir freuen uns euch durch diese vielen verschiedenen Themen zu begleiten. Ich hoffe ihr seid morgen wieder mit dabei.

Wünsche euch noch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    interessanter Bericht heute, Danke dafür erst einmal.

    Frage ob sich eine Frau/Mann/Kind auch traut ihre Recht/e nach § 3 Begriffsbestimmungen wahr zu nehmen ...steht sicherlich auf einem anderen Blatt oder?

    Zumindest gibt es das Recht dazu siehe § 3 Begriffsbestimmungen und dann auch entsprechend zu handeln nach
    § 13 Beschwerderecht .O.K. Danke ..und LG..Karin...

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    1. Hallo Karin,
      dankeschön. Das ist natürlich die richtige Frage, aber rechtlich einen aufzuklären und sich dieser Rechte bewusst zu werden, ist schon einmal der erste Schritt.
      Deine Antworten sind leider nicht ganz richtig, denn dann sind nur die entsprechenden Paragraphen, aber nicht der Name des Gesetzes...
      Liebe Grüße,
      Nadja

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  2. Hallo Nadja,

    O.K. dann starte ich gerne noch eine weitere Erklärung...ist es..... das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz....
    mit den Unterteilung in die bestimmten Paragraphen...

    Sonst stehe ich echt auf dem Schlauch.

    LG..Karin..

    PS. Schaue später noch mal vorbei und hoffe, die Antwort passt jetzt.

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    1. Hallo Karin,
      die Antwort stimmt und damit bekommst du ein Los für den Lostopf.
      Liebe Grüße,
      Nadja

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  3. Hallo,

    das ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

    LG
    SaBine

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    1. Hallo Sabine,
      auch deine Antwort ist richtig und damit bekommst du ein Los für den Lostopf.
      Liebe Grüße,
      Nadja

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  4. Hallo,

    interessanter Beitrag.
    Die Antwort lautet: Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

    Lg Bonnie

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    1. Hallo Bonnie,
      dankeschön. Deine Antwort ist richtig und damit landest du in dem Lostopf.
      Liebe Grüße,
      Nadja

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