Freitag, 3. Juli 2015

[Nadja] Arvindûras - Königreich der gräsernen Hügel - Blogtour "Wo der Stern von Erui strahlt" - Teil 1

Arvindûras – Königreich der gräsernen Hügel – Blogtour „Wo der Stern von Erui strahlt“ – Teil 1

Hallo ihr Lieben,

wir haben ja die Reise des Kommissars bereits eine Weile schon verfolgt. Bei Sabrina waren wir im Verhörzimmer des Kommissars zu Gast, danach haben wir die Hänge der Schattengletscher bei Sylvia besucht. Gestern waren wir beim Orden der Sonne und des Mondes bei Florian und haben dort die Reise des Kommissars verfolgt. Ich möchte euch heute euch über die weitere Reise des Kommissars berichten.


„Als ich am nächsten Morgen aufwache, befinde ich mich nicht mehr in einer Schlafkoje, wo ich am Tag zuvor eingeschlafen bin.
Ich bin immer noch etwas müde und erschöpft. Wie bin ich nur plötzlich hierhergekommen? Ich befinde mich in einer hügeligen Landschaft - alles ist grün und sehr einladend.
Schafe und Ziegen knabbern an dem frischen Gras. Als ich mich umdrehe, entdecke ich einen Berg, wo eine Stadt darauf gebaut ist. Ich folge dem Weg zur Stadtmauer und laufe dabei an einigen künstlich angelegten Grabhügeln vorbei, auf denen die Wiese nur mit weißen Blüten überwuchert sind. Einige steinerne Gedenktafeln sind errichtet. Eine davon ist noch recht neu und neugierig gehe ich näher. Obwohl ich weiß, dass ich das nicht lesen können durfte, lässt mich irgendeine Magie die Worte und die Sprache verstehen, die auf der Gedenktafel zu lesen ist. Ich frage mich wieder, warum ich diese Sprache, obwohl sie so seltsam und anders erscheint plötzlich lesen kann.


Doch als ich mich weiter in Richtung Stadt wende, erscheinen drei Reiter auf Pferden, die direkt vor mir anhalten. Mich wundert es wieder, warum jemand von meinem Kommen wusste, obwohl ich es selber nicht wusste. Aber diese Welt ist magisch und es scheint alles möglich. Die Männer tragen alle hellbraune Harnische, ein rotgoldenes Emblem auf ihren Schilden und Schwertern am Gürtel. An jedem Gürtel siehst du außerdem ein rotes Band hängen.
"Willkommen in Caer'Arion, Marschall Bryan sendet uns, um euch alles zu zeigen und eure Fragen zu beantworten. "
Dass es sich bei Caer’Arion um die Stadt handelt, die sich an den Berg schmiegt, schlussfolgere ich schnell. Vorsichtig bin ich dennoch, denn ich weiß, dass nicht jeder Bewohner von Erui nett ist, und diese Soldaten sind bestimmt nicht ohne Grund bewaffnet.

Eskortiert von den Soldaten, die aber recht freundlich und nicht feindlich erscheinen, erreichen wir die Stadtmauer, die aus Lehm errichtet wurde. Das hölzerne Stadttor wirkt massiv und ist aus einem dunklen Holz, das irgendwie golden glänzt. Wahrscheinlich ist es wieder Magie, denn auch in der Lehmmauer sind wieder verschlungene Zeichen und Symbole eingraviert, die die Stadt noch mehr schützen soll.
Als ich die Stadt schließlich ohne zu Zögern betreten darf, bin ich noch mehr erleichtert, denn wäre ein Feind dieser Stadt und dieses Reiches wäre ich wohl anders behandelt worden. Die Häuser der Stadt schmiegen sich an den Berghang und scheinen mit diesem verwachsen zu sein. Auf den Dächern bzw an den Wänden der Häuser wachsen hohe schattenspendende Birken, Weiden und Pappeln. Erstaunt bleibe ich einen Moment stehen, denn sowas scheint mir eigentlich unmöglich bis ich mich wieder besinne, dass ich mich in Erui befinde und nicht mehr auf der Erde. An den Ästen der Bäume sind weiße Fahnen zu sehen und plötzlich erinnere ich mich wieder an die Grabinschrift. Melias von Arvindûras scheint die Stadt in große Trauer gestürzt zu haben.

"Ich würde gerne mehr über Melias von Arvindûras und die Geschichte von Caer'Arion erfahren", sage ich schließlich zu den Wachen, die dasselbe Emblem auf den Schildern und Schwertern haben wie die Fahnen, die im Wind wehen: gekreuzte goldene Schwerter und goldene Ähren auf weinrotem Hintergrund.
Einen Moment zögern sie, bevor ich eine Antwort vom Jüngsten der drei erhalte: "Seine Majestät entstammte einem der ältesten Königsgeschlechte Eruis. Man sagt die Wurzeln Seines Stammbaumes reichen bis zu den ersten Bewohnern der gräsernen Steppe zurück. Er und sein Zwillingsbruder Daven waren schon in jungen Jahren der Stolz des ganzen Königreiches. Wobei die meisten eigentlich dachten, Daven würde den Thron erben. Er war der Kriegerische von beiden, übertraf den Bruder in der Waffenkunst um Längen. Doch ich vermute Melias war letztendlich die bessere Wahl. Er hat im Bruderkrieg als einziger einen kühlen Kopf bewahren können."
Einer der anderen fällt ihm plötzlich ins Wort: "Nur nicht bei den Frauen." Doch er wird mit zwei scharfen Blicken zum Schweigen gebracht.

Ich merke, dass mehr hinter der Geschichte zwischen den beiden Brüdern steckt, aber ich weiß auch, dass die Wachen mir keine Auskunft mehr darüber gehen werden. Ich hätte mir gerne ein besseres Bild über die beiden Brüder und vor allem König Melias gemacht. Als ich merke, dass die Unterhaltung stockt, frage ich: "Was habt ihr über die Stadt Caer'Arion zu erzählen? Und über meinen Gastgeber Marshall Bryan?"
Wieder antwortet einer der Wachen: "Caer'Arion ist bei Weitem nicht so alt, wie das königliche Blut, das dieses Land behütet. Es wurde noch nach Schloss Talveymar errichtet. Davor waren wir Arvindûor ein eher nomadisch lebendes Volk von Schafhirten und Pferdezüchtern.
Bryan selbst ist seit Jugendjahren ein enger Vertrauter des Königs und seines Bruders gewesen, bis Prinz Daven fortging. Er hat dem König nahe gestanden. Für seinen Sohn war er Lehrer im Umgang mit Schwert und Schild. Je älter Dûrowinn allerdings wurde, umso unterkühlter wurde ihr Verhältnis."
"Manche sagen, er traue unserem jungen König die Verantwortung seiner Krone nicht zu. Und schon gar nicht die Verantwortung, die sein Halbbruder ihm auferlegte."

Ich höre gespannt zu und weiß, ich sollte sehr vorsichtig das Thema um Dûrowinn, dem aktuellen König von Caer'Arion, ansprechen, sonst würden sie wieder dicht machen und ich würde somit nicht mehr erfahren. "Also ist Dûrowinn eher Truchsess als König, weil seinem Bruder die Krone gehört?", schlussfolgere ich, obwohl ich das Gefühl habe, das dem nicht so richtig ist.
Das wird dadurch bestätigt, dass die Blicke der Wachen plötzlich so werden, als hätte ich etwas Entscheidendes nicht mitbekommen und wäre nicht bei klarem Verstand, aber ich komme nun mal nicht aus Erui und kenne diese Welt entsprechend nicht. Diesmal ergreift der Älteste das Wort: "Ihr missversteht. Dûrowinn, Sohn von Melias von Arvindûras ist einziger Sohn des Königs und damit der rechtmäßige Herr der Graslande. Lange Zeit hieß es, er sei der uneheliche Sohn von Melias und einer jungen Dienerin, die unglücklicherweise verstarb, bevor er ein Jahr alt war. Erst seit kurzem ist bekannt, dass seine wirkliche Mutter Königin Gaya An Don ist. Die Frau von Feenkönig Cormac Mac Art. Selbst letzte Prinzessin aus dem Geschlecht der An Don. Dûrowinn ist, so heißt es, ihr Erstgeborener zu dem sie sich nie bekannte, weil er vor ihrer Heirat mit Cormac zu Welt kam.
Damit ist aber ihr zweiter Sohn, der Feenprinz, Dûrowinn Bruder. Und eben besagter Feenprinz wurde vor einigen Sommern auf dem alten Weg des Drachen zum Hochkönigs von Erui erwählt. Seit er, König Llewellyen fort ist, ist Dûrowinn nicht mehr hier in Caer'Arion. Sein Bruder hat die Pflichten der Hohen Krone und damit auch den Hohen Zauber an sein Blut gebunden."
"Für jemanden, der sich in Erui nicht auskennt, muss das alles schrecklich verwirrend sein“, merkt der Dritte der Männer an, der sich bisher noch gar nicht zu Wort gemeldet hat. Er ist wohl der Einzige, der ein wenig Verständnis für meine Situation hat und ich bin dafür dankbar, auch wenn ich es nicht so offen zeige.“

An dieser Stelle möchte ich die Reise des Kommissars erst einmal unterbrechen. Um 13:00 Uhr kommt der zweite Teil seiner Reise online, also haltet gespannt die Augen offen. 

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

1 Kommentar:

  1. Hm, mir gefallen die Zeichnungen sehr gut.

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen