Freitag, 10. Juli 2015

[Nadja] Umgang mit Sterbenden - Sterbehilfe? - Blogtour "Nephilim - L.A. Vampires 1"



Umgang mit Sterbenden – Sterbehilfe? – Blogtour „Nephilim – L.A. Vampires 1“

Hallo ihr Lieben,

wir haben mittlerweile die zweite Hälfte der Blogtour zu dem Buch „Nephilim – L.A. Vampires 1“ von Tanya Carpenter erreicht. Bei Susanne wurde euch zu Beginn das Buch vorgestellt, woraufhin Andrea euch die Schauplätze des Romans bekannt gemacht hat. Vorgestern wurden bei Beate die Protagonisten des Romans interviewt, während gestern Bella die Autorin zu Gast hatte und ihr Fragen gestellt hat. Nun möchte ich euch ein eher schwieriges Thema vorstellen, welches auch Teil des Buches ist. Ich möchte euch heute etwas über den Umgang mit Sterbenden und etwas zum Thema Sterbehilfe erzählen.

Sterbende sind Kranke oder Verletzte mit irreversiblem Versagen einer oder mehrerer vitaler Funktionen, bei denen der Eintritt des Todes in kurzer Zeit zu erwarten ist.“
(http://www.krause-schoenberg.de/sterben_IWS_kap3.htm) 

Ich verstehe unter einem Sterbenden einen Menschen, dessen Tod in naher Zukunft feststeht. Dies kann in Folge des hohen Alters oder einer nicht heilbaren Krankheit sein. Auch könnte es jemand sein, der nur noch durch lebenserhaltende Maßnahmen am Leben gehalten wird, obwohl der Rest seines Körpers nicht mehr arbeitet.

Doch wie geht man am besten mit diesen Menschen um?

Dazu muss man sie erst einmal besser verstehen. Sterbende wissen meistens, sofern sie nicht im Koma liegen, dass sie bald sterben werden. Es steht vielleicht nicht der genaue Zeitpunkt oder Tag fest, aber sie wissen und spüren sowas intuitiv. Ein kranker, schwacher Körper ist nicht mehr so leistungsfähig wie ein gesunder, junger Körper, sodass man in jede seiner Handlungen spürt, dass mit einem etwas nicht stimmt.

Es gibt Menschen, die diese Signale des Körpers, der einem sagt, dass etwas nicht in Ordnung ist, ignorieren und so tun werden, als wäre alles in bester Ordnung, obwohl dem nicht so ist. Sie werden versuchen ihr altes Leben und ihre alte Gewohnheiten auszuleben, sofern es ihnen möglich ist. Doch wenn der Punkt erreicht ist, wo sie noch nur bettlegerisch sind, dann sind diese Menschen wahrscheinlich ihren Lebenssinn beraubt. Wie geht man dann damit um, wenn man weiß, dass man die Dinge nicht mehr tun kann, die jahrelang der Alltag war.
Dann gibt es wohl auch Menschen, die sich selbst aufgegeben haben, sobald sie erfahren, dass sie im Sterben liegen, noch kränker werden und anfangen zu jammern. Ihnen ginge es ja so schlecht und daher müssten man sich besonders um sie kümmern.
Wahrscheinlich gibt es noch Menschen, die anders mit dieser Tatsache umgehen, dass sie im Sterben liegen und immer kränker und schwächer werden, aber so oder so kann man es nicht verallgemeinern, wie man mit ihnen umgeht. Man sollte wahrscheinlich schon vorsichtig sein und kritische Themen vermeiden, damit der Sterbende sich nicht unwohl fühlt, aber dies muss immer individuell abgepasst werden. Denn jeder Mensch ist ein Individuum und es sollte immer auf dessen Bedürfnisse, Gedanken und Gesundheit Rücksicht genommen werden, egal in welchem Lebensabschnitt er oder sie sich befindet.

Doch wie gehen Angehörige damit um, wenn ein Familienmitglied im Sterben liegt?

Diese Frage ist auch zentral in dieser Diskussion, denn wir Menschen sind nun mal Lebewesen, die viele Emotionen besitzen. Liegt einem das Familienmitglied am Herzen, möchte man es vielleicht so in Erinnerung behalten, wie man es zuletzt aktiv erlebt hat. Man möchte diesen Verfall nicht miterleben, weil man den anstehenden Verlust nicht verkraftet. Daher lässt man den Sterbenden bewusst oder unbewusst alleine in seinen letzten Tagen.
Es gibt auch einige anderen Angehörige, die es wichtig finden, für den Liebsten oder die Liebste bis am Ende da zu sein, um ihm oder ihr Kraft und Trost zu spenden. Dieses Verhalten fordert viel Courage und Überwindung. Man muss Stärke in seinen schwächsten Momenten beweisen und dazu gehört viel Mut.
Wahrscheinlich gibt es auch hier einige Menschen, die anders damit umgehen, vor allem, wenn man vielleicht den oder die Angehörige nicht so mochte oder ein schlechtes Verhältnis hatte. So ein Thema lässt sich nun mal nicht pauschalisieren, denn auch hier gilt: Jeder Mensch ist einzigartig und geht anders mit so etwas um.

Sterbehilfe (manchmal Euthanasie genannt) bezeichnet Handlungen, die von der Hilfe und Unterstützung im Sterben – dem Übergang vom Leben zum Tod – bis hin zur aktiven Tötung sterbender oder schwerstkranker Menschen reichen. Sterbehilfe kann auch in Situationen erfolgen, bei denen der Sterbeprozess bereits begonnen hat und unumkehrbar ist.“
(https://de.wikipedia.org/wiki/Sterbehilfe)

Sterbehilfe ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema, denn es geht ja im Wesentlich darum, einem Menschen frühzeitig das Leben zu nehmen, obwohl er durch die Medizin und seine Lebenserwartung noch Zeit zu leben hätte. Da das in anderen Kreisen vielleicht sogar als Mord angesehen ist, möchte ich euch die gesetzlichen Hintergründe da zu erklären.

Bisher wurde die Sterbehilfe nicht konkret gesetzlich geregelt. Das soll sich nun ändern und der Bundestag wird versuchen, dieses Thema gesetzlich zu regeln. Dazu soll im Herbst 2015 eine Gesetzesreform stattfinden und eine Entscheidung getroffen werden.
Bisher sieht der Tatbestand folgendermaßen aus:

„Im konkreten Fall wird geprüft, ob die den Fremdtötungsparagrafen §211 (Mord), §§212 und 213 (Totschlag) und §216 (Tötung auf Verlangen) des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) (siehe Modul Deutsches Strafgesetzbuch (StGB)) zugrunde liegenden Tatbestände erfüllt sind. Der Suizid ist nach deutschem Recht kein Straftatbestand, somit bleibt auch die Beihilfe zum Suizid straflos. Hier wird in der Rechtsprechung allerdings geprüft, ob andere Straftatbestände wie Totschlag oder unterlassene Hilfeleistung (§323c StGB) erfüllt werden. Wird die Beihilfe zum Suizid durch einen Arzt oder nahen Angehörigen geleistet, ist ferner die Garantenstellung, die diese Personen dem Sterbewilligen gegenüber einnehmen, von besonderer Bedeutung, da in diesen Fällen auch eine Unterlassung als Straftat gewertet werden kann.“
(http://www.drze.de/im-blickpunkt/sterbehilfe/rechtliche-regelungen)

Ob man jemand diesen Wunsch letztlich erfüllen soll, ihn vorm dahinsiechen, alleine sein oder vor den Schmerzen erlösen soll, ist eine Frage, die ich an dieser Stelle nicht diskutieren möchte, denn jeder hat da eine andere Meinung und Überzeugung. Es gibt Gründe, die dafür sprechen und es gibt Gründe, die dagegen sprechen.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen mit dem Umgang mit Sterbenden vertraut machen und ihr habt ein wenig dazulernen können. Beth arbeitet als Krankenschwester auf der Sterbestation im Krankenhaus und muss daher viele Menschen auf ihren letzten Weg begleiten, wenn es nur eine Frage der Zeit ist, wann sie sterben.

Es gibt auch wieder während dieser Blogtour etwas gewinnen:


Um die Tasse, das Print oder eines der e-books zu gewinnen, müsst ihr nur auf den teilnehmenden Blogs kommentieren. Manchmal auch eine Frage beantworten.
Ich würde gerne von euch wissen: Wie würdet ihr reagieren, wenn ein Familienmitglied im Sterben liegt? 

Je öfter ihr kommentiert, desto größer sind eure Chancen.
Ihr habt Zeit bis zum 13.07.2015 um 18 Uhr zu kommentieren und somit am Gewinnspiel teilzunehmen, am folgenden Tag wird ausgelost. 

Gewinnspielbedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Gewinn nur möglich mit Postanschrift in Deutschland.
Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

Morgen geht die Blogtour bei Jennifer weiter, die euch etwas über die Engelskasten erzählt. Den gesamten Fahrplan gibt es noch einmal hier im Überblick:


Ich hoffe euch hat mein Beitrag irgendwie gefallen oder ihr fandet ihn interessant. Ich hoffe ihr seid morgen auch wieder dabei.

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Nadja,

    ich würde ihn begleiten, was ich auch schon getan habe, und ja man merkt auch manches mal als Angehöriger wann der Zeitpunkt nah ist und ein anderes mal trifft es einen unvorbereitet. beides kannn sehr schmerzvoll sein.

    Toller Beitrag und sehr ausführlich.

    Liebe Grüße Susanne von Bücher aus dem Feenbrunnen

    Meine Mail: Firebird800@web.de

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  2. Hallo und guten Tag,

    es kommt auch darauf an, ob die Person auch wirklich dabei begleitet werden möchte...einer meiner Tanten, ist bewusst deshalb in ein Hospiz gegangen. Weil sie gesagt hat...ich möchte, dass mich die Menschen in guter/gesunder Erinnerung behalten....

    Der Besuch im Hospiz war, aber O.K. und hat eigentlich alles noch trauriger gemacht. Aber gut, hier sollte jeder seine persönliche Entscheidung treffen..die man so oder so respektieren solle.

    LG..Karin..

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  3. Hallo Nadja,

    oh, das ist ein sehr schwieriges aufwühlendes Thema!!! Ich habe es schon zweimal erlebt, dass ein Famlienmitglied im Sterben lag und es sind einfach so viele Gefühle, die auf einen einstürzen. Man möchte natürlich viel Zeit ihm verbringen und ihm die letzte Zeit erleichten.

    LG Desiree

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  4. Hallo,

    ich würde versuchen noch so viel Zeit wie möglich mit demjenigen zu verbringen.

    Liebe Grüße
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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  5. Hi, also ich würde versuchen soviel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen und ihm vielleicht noch ein paar Wünsche zu erfüllen. LG und ein schönes Wochenende ;-)
    rzoellmann90@gmail.com

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  6. Ein sehr schwieriges Thema. Ich würde natürlich sofort zu ihm/ihr eilen und die letzten Stunden mit ihm bewusst verbringen.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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