Samstag, 26. September 2015

[Nadja] Das Leben im Waisenhaus - Blogtour "Lady Cardington und die Schlange im Paradies"



Das Leben im Waisenhaus – Blogtour „Lady Cardington und die Schlange im Paradies“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zum zweiten Tag der Blogtour zum Buch „Lady Cardington und die Schlange im Paradies“ von Sybille Kolar begrüßen. Gestern hat euch Barbara das Buch vorgestellt. Heute möchte ich etwas zum Leben im Waisenhaus erzählen.

„Ein Waisenhaus war in der Frühen Neuzeit eine Einrichtung, in der unversorgte Kinder und Jugendliche wohnten und mit einer pädagogischen Intention betreut wurden.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Waisenhaus)

Waisenhäuser gingen aus den sogenannten Findelhäusern hervor, wo im Mittelalter Findelkinder, also Kinder, wo sich kein Elternteil für zuständig fühlt oder wo man nicht herausfinden kann, wer sich um diese Kinder kümmert. Doch waren diese Kinder auf Barmherzigkeit von Einzelpersonen angewiesen.
Nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurden vermehrt Anstalten gegründet, die für mehrere soziale Problemfelder zuständig waren. Das 1702 gegründete „Große Friedrichshospital“ in Berlin war beispielsweise ein Ort, wo man Waisen, Bettler, Invalide, geistig Gestörte, Aussätzige untergebracht hat.
Da aber in den Waisenhäusern nicht unbedingt die besten Verhältnisse gab, wurde im sogenannten „Waisenhausstreit“ (Ende des 18. Jahrhunderts/Anfang des 19. Jahrhunderts) gegen die in den Anstalten herrschenden Missstände gearbeitet und es wurde sich für die Familienpflege eingesetzt. Allerdings kam das den Kindern auch nicht zu Gute, denn viele Familien sahen in dem aufgenommen Kind nur einen Arbeitswert.

Heutzutage sind sogenannte Waisenhäuser eigentlich Kinderheime, denn in ihnen wohnen nicht nur elternlose Kinder, sondern auch Kinder aus Familien, die von diesen enorm vernachlässigt oder misshandelt werden. Auch sind Flüchtlingskinder, deren Eltern verstorben sind oder nicht in Deutschland sich befinden, in solchen Kinderheimen zu finden. Deshalb ist der Begriff Kinderheim heutzutage gebräuchlicher, da nicht nur Waisen in einem Kinderheim wohnen.


Es gibt heutzutage verschiedene Heimformen. Meist leben acht bis zwölf Kinder in einem Außenwohnhaus, was räumlich von einem haupthaus getrennt ist. Die Kinder wohnen dabei in Einzel- oder Doppelzimmer. Dabei soll den Kindern ein möglichst normales Zuhause geboten worden. Der einzige Unterschied dabei ist, dass sie von Erziehern und Sozialpädagogen betreut werden.
Die Kinder gehen normal in die Schule oder in den Kindergarten, gehen in Vereine und treffen sich mit Freunden. Die älteren Kinder helfen im Haushalt, bekommen Taschengeld. Zusätzlich geht es einmal im Jahr in den Urlaub, Weihnachten wird zusammen gefeiert und die Betreuer nehmen die Kinder mit auf Ausflüge. Meistens hat jedes Kind eine feste Bezugsperson im Heim, einen Betreuer, der für sie zuständig ist und Gespräche mit dem Jugendamt führt. Es ist wie eine große Familie, wo jeder für jeden da ist.
Zu ihren Eltern haben die Kinder anfangs zu ihrer Heimunterbringung keinen Kontakt, doch dieser wird nach und nach, wenn es von beiden Seiten gewünscht ist aufgebaut. Das kann z.B. durch Telefonate oder Besuche der Eltern erfolgen.


Ich hoffe ich konnte euch ein wenig über das Leben in Kinderheimen erzählen und euch hat mein Beitrag gefallen. Im Laufe der Tour könnt ihr natürlich auch etwas gewinnen:


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr heute eine Frage beantworten: Ist das Leben im Kinderheim für euch nun nach meinem Beitrag eher was Schlechtes oder Gutes und Warum?
Ihr könnt jeden Tag ein Los sammeln, indem ihr die jeweilige Tagesfrage als Kommentar unter dem jeweiligen Beitrag beantwortet.

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 29.9.2015 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Ekaterina vom Blog Buecherweltraum, die die Charaktere des Buches interviewt. Den gesamten Blogtourfahrplan habe ich noch einmal im Überblick:


Freitag, 25.09.2015
Buchvorstellung
bei Barbara von Mein Leben

Samstag, 26.09.2015
Das Leben im Waisenhaus
heute hier bei mir

Sonntag, 27.09.2015
Interview mit den Charakteren
bei Ekaterina von Buecherweltraum

Montag, 28.09.2015
Autoreninterview
bei Christina von Chrissie's Bücherwelt

Dienstag, 29.09.2015
Ausblick auf Band 2
bei Tine von Mein Bücherparadies

Mittwoch, 30.09.2015
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs


Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

(Verwandte Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Waisenhaus, http://melody-daswahreleben.blogspot.de/2014/11/das-leben-im-kinderheim.html, http://www.derwesten.de/zeusmedienwelten/zeus/fuer-schueler/zeus-regional/kreis-olpe/wir-sind-alle-gleich-das-oft-falsch-vermutete-leben-im-kinderheim-id6160008.html)

Kommentare:

  1. Hallo
    Danke für Deinen Beitrag zu diesem sehr ernsten & auch traurigen Thema. Ich finde Kinderheime sind ein sehr zweischneidiges Thema. Zum einem ist es sehr gut dass es Einrichtungen gibt die sich um elternlose, vernachlässigte oder misshandelte Kinder kümmern. Zum anderen kommt es aber immer auf die Institution & deren Verantwortlichen an. Denn wie wir leider alle wissen gibt es auch in unserer heutigen Zeit noch sehr viele schwarze Schafe denen das Wohlergehen ihrer Schützlinge total egal ist. Ich wünsche einem jedem Kind das er liebevolle Eltern hat die sich best möglich um ihren Nachwuchs kümmert bzw kümmern kann. Und für jene arme Kinderseelen die vernachlässigt oder missbraucht wurden, wünschte ich mir eine Familie denen es verwehrt blieb eigene Kinder zu haben. Eine Familie die sich liebevoll & wert schützend um sie kümmert.
    Ich bin sehr sehr dankbar dass ich in eine so liebevolle, beschützende & voller zusammenhalt lebende Familie geboren wurde & ich weiß das auch sehr zu schätzen, da es leider leider keine Selbstverständlichkeit ist, so wunderbare Menschen in sein Leben geschenkt zu bekommen.....

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  2. Sonjas Bücherecke26. September 2015 um 20:57

    Hallo,

    finde deinen heutigen Beitrag klasse. Eine Unterbringung im Kinderheim ist für manche Kinder leider die einzige Gelegenheit ein normales Familienleben zu führen. Und dein Beitrag gibt uns einen ausreichenenden Einblick. Ich finde es klasse, wie die Kinder jetzt betreut werden. Früher war dies wahrscheinlich nicht der Fall und manche Kinder haben ein trauriges und einsames Leben geführt.

    Auf das Buch bekomme ich von Tag zu Tag mehr Lust. Eine hochinteressante Geschichte.
    Schönen Sonntag.
    LG Sonja

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  3. Hallo und vielen Dank für diesen interessanten und informativen Beitrag zur Blogtour! Nach Deinem Bericht sind die Zustände für Kinder in Kinderheimen zumindest besser geworden - das ist auf jeden Fall etwas Gutes. Dennoch denke ich, dass die Rahmenbedingungen noch besser sein sollten und eine Qualitätssicherung durchgeführt werden sollte, um zu vermeiden, dass es den Kindern in den Heimen schlecht geht.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  4. Danke für diesen interessanten Beitrag!

    Liebe Grüße!
    Sybille Kolar

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  5. Hallo,

    interessanter Beitrag :)
    Früher hatten es Kinder In Heimen ganz sicher nicht leicht. Heutzutage finde ich es gut das elternlose Kinder so dennoch ein Zuhause finden.

    Liebe Grüße
    SaBine

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  6. Hey! :)

    Ein wirklich spannender Beitrag!
    Ich bin ehrlich gesagt sehr zwiegespalten, da es einige Dokumentationen gibt
    in denen gezeigt wird das Kinderheime leider immer noch nicht die finanziellen
    Untersützungen haben, die sie benötigen würden und der Aufenthalt deshalb für
    Kinder nicht immer angenehm ist. Trotzdem finde ich es doch besser in einem Heim
    aufzuwachsen als in der Straße. Ideal wären natürlich Pflege- oder Adoptiveltern. :)

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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  7. Sicher ist heute vieles besser als früher, aber ich möchte zu bedenken geben, daß so nur die Theorie aussieht. Ich habe in verschiedene Heimformen kürzlich einen eher unfreiwilligen Einblick genossen über Bekannte. Mein Eindruck war leider: Total überlastete Heime und WGs, viel zu wenig Erzieher und die Kids werden nach Belieben hin- und hergeschoben. Von (Ersatz-)Familienleben war da nicht viel zu spüren.
    Leider sagt auch das Jugendamt ganz deutlich, daß selbst ein schlechtes Zuhause meist noch um Längen besser ist als das, weshalb man auch häufig zögert, Kinder aus ihren Familien herauszunehmen. O-Ton eines Mitarbeiters: Ja, es ist schlimm für das Kind in der Familie. Aber es kann im Heimsystem oder in Pflegefamilien nur noch schlimmer werden.

    Sicher habe ich nur einen Ausschnitt gesehen, aber der hat mir mehr als gereicht.
    Danke trotzdem für Deinen Einblick,

    liebe Grüße,

    Melli
    lotti_karotti74 at gmx.de

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