Samstag, 21. November 2015

[Nadja] Himmelsstaub: Gefangen im Koma - Johannes Sieben [Rezension]



Rezension – Himmelsstaub: Gefangen im Koma – Johannes Sieben





Titel: Himmelsstaub – gefangen im Koma
Originaltitel: Himmelsstaub – gefangen im Koma
Autor: Johannes Sieben
Verlag: Verlag 3.0 Zsolt Majsai
Genre: Drama, Teilbiografie
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 312 Seiten
Preis: 4,99€
ASIN: B015Y7C0A6






Erste Sätze
Seit Milliarden von Jahren existiere ich. In der Ewigkeit.


Klappentext
"Himmelsstaub" ist eine Art fiktiver Roman, der sich mit meiner erfundenen Geschichte als Komapatient im Krankenhaus beschäftigt. Entgegen der Meinung der Ärzte sehe und höre ich aber alles, was um mich herum passiert. So sehe und höre und fühle ich Dinge, die ich eigentlich nicht sehen und hören und fühlen sollte. Von fehlender ärztlicher Ethik und Moral, von Missbrauch körperlicher und seelischer Art, von schlechten, aber auch von guten Menschen. Von mangelhafter Pflege kranker Menschen, von Korruption und Vetternwirtschaft. Von Profitgier und Bestechung. Von Palliativmedizin und Sterbehilfe. All das ist zwar erfunden, aber aus meiner über dreißigjährigen Erfahrung als Arzt im Umgang mit Krankenhäusern, Altersheimen und den Kollegen sowie dem Personal leider oft auch Wahrheit. Wer sich in dem Text nicht wiedererkennt, obwohl die Namen erfunden sind, ist selbst schuld.
Eingebettet ist das Ganze in Geschichten aus meinem Leben. Aus der Kindheit, der Schulzeit, der Pubertät, dem Mannwerden, dem Studium, der Ausbildung und dem Beruf. Meistens ein bisschen amüsant, hoffe ich jedenfalls, manchmal auch nachdenklich. Dieser Teil ist authentisch.
Dies ist mein erster Versuch, ein Buch zu schreiben und ich hab es eigentlich für mich selbst getan. Leider kann das Geschilderte aber jeden treffen, der hilflos dem Gesundheitssystem ausgeliefert ist. Darum könnte es auch andere Menschen interessieren. Die Themen sind leider topaktuell. Immer wieder liest man über schlechte Behandlung von Patienten in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Auch über die Korruption zwischen Pharmaherstellern und Ärzten stand und steht allerlei in der Presse. Auch die Sterbehilfe wird ständig diskutiert. Manchmal dachte ich beim Schreiben, dass die realen Ereignisse meine Phantasie überholen.
Es gibt natürlich auch Krankenhäuser, in denen es nicht so, wie hier erzählt, zugeht! Hoffe ich zumindest!


Meine Meinung
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und zwar aus der Sicht von Johannes Sieben. Das Buch mischt biografische Aspekte mit fiktiven Inhalten.
Johannes Sieben ist Arzt, der ganz plötzlich in ein Koma fällt. Dabei kriegt er noch alles mit, was um ihn herum passiert und man lernt ihn und seine Vergangenheit kennen. Er wusste von Beginn seiner Kindheit, dass er Arzt werden will, entdeckt seine Sexualität und das Sexualleben, bevor er später studiert und man einen Einblick in seine Karriere als Arzt bekommt. Doch irgendwie haben diese Szenen nicht gereicht, um den Menschen Johannes Sieben kennenzulernen, man kriegt nur kurze Eindrücke, die nur einen Bruchteil des Charakters zeigen. Ihm ist seine Berufsethik und seine Familie sehr wichtig. Er kämpft ums Überleben.
Ich konnte mich nur wenig in ihn hineinversetzen, auch wenn seine Handlungen und Gedanken irgendwo nachvollziehbar waren.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir wirklich gut, aber leider hat mir die Umsetzung nicht so gut gefallen. Ich hätte es persönlich besser gefunden, wenn die Geschichte  eine reine Biografie oder eine reine fiktive Geschichte gewesen wäre. Diese Mischung und das Einbinden von persönlichen Erlebnissen war mir zu speziell. An sich ist die Geschichte dramatisch und emotional. Sie zeigt viele Dinge auf, die innerhalb eines Krankenhauses falsch laufen können, wenn die Menschen nicht zum Wohle der Patienten arbeiten. Ebenso das Thema mit dem Koma war sehr interessant in seiner Umsetzung, aber für mich hat das alles einfach nicht zusammengepasst. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil war mit seinen kurzen Sätzen sehr speziell und trotz der Ich-Perspektive konnte ich keine wirkliche Verbindung mit dem Protagonisten des Buches aufnehmen. Er war recht angenehm und flüssig zu lesen, aber mich mitreißen konnte er nicht.


Bewertung
Ein sehr spezielles Buch, was interessante Ideen bietet, aber vom Genre-Mix und der Umsetzung mir nicht so gefallen hat, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Verlag und dem Autor für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das leider nur ganz okay gefallen, was ich etwas schade fand, denn die Idee war richtig gut. Schade. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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