Freitag, 25. März 2016

[Nadja] Das Leben in einer WG - Blogtour "Himbeerküsse"



Das Leben in einer WG – Blogtour „Himbeerküsse“

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erneut und zum vierten Tag der Blogtour zum Buch „Himbeerküsse“ von Sophie Cole begrüßen. Nachdem euch gestern Sonja etwas zu der Arbeit als Volontärin im Verlag erzählt hat, möchte ich euch etwas zu dem Leben in einer WG erzählen.


„Das Wort Wohngemeinschaft (kurz WG) bezeichnet das Zusammenleben mehrerer unabhängiger, meist nicht verwandter Personen in einer Wohnung. Allgemeine Räume wie Badezimmer, Küche oder auch ein Wohnzimmer werden dabei gemeinsam genutzt.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wohngemeinschaft)


Die Wohnungssuche ist für viele nicht unbedingt leicht und wenn man für sich alleine sucht, ist das noch schwieriger, da es ja auch bezahlbar sein muss. Daher wählen viele die Variante in einer Wohngemeinschaft oder in einer WG zu wohnen. Es kann nur eine Zweckgemeinschaft sein, in der sich einige Menschen einfach nur Miete und Nebenkosten teilen. Aber es ist auch möglich, dass aus einer Wohngemeinschaft aus anfangs Unbekannten eine Freundschaft oder gar mehr entsteht.

Meinen Eltern habe ich es zu verdanken, dass ich seit meinem Studium in einer großzügigen Wohnung in Hamburg leben kann. Da die aber für mich allein viel zu groß ist, habe ich sie relativ schnell zu einer WG umfunktioniert. Aktuell teile ich mir das Reich mit Henning. Medizinstudent und in einer Langzeitbeziehung mit Marie. Warum die beiden nicht längst zusammenwohnen, habe ich allerdings noch nicht verstanden. Bis vor Kurzem gab es auch noch Betti, die aber aus heiterem Himmel auf so einem komischen Selbstfindungstrip war und mit ihrem Guru nach Indien gegangen ist.“
(Quelle: Himbeerküsse, Sophie Cole, Self-Publishing, Seite 9)


Doch eine Wohngemeinschaft endet meist irgendwann. Das kann aus unterschiedlichen Gründen passieren, wie zum Beispiel das Ende eines Studiums, Familie oder noch viele andere Gründe. Oben ist ja Betti aufgrund eines Selbstfindungstrips ausgezogen. Daher ist es auch nicht unbedingt leicht einen Nachfolger zu finden. Wenn man sich mit seinem WG-Mitbewohner versteht, muss der neue Mitbewohner zu beiden Personen passen und in das Gesamtkonzept einfügen.

Jetzt heißt es für uns: was Neues suchen. Wir sind uns nur leider bezüglich des Geschlechtes noch uneinig. Henning will natürlich eine Dame, ihm reichen die nackten Schwänze und behaarten Oberkörper seiner Kumpels, wenn er nach dem Training mit denen duschen geht. Ich möchte lieber einen feschen Herren. Ich hab halt gerne was zum Schauen, wenn ich morgens meinen Kaffee trinke. Wie gut, dass ich hier am längeren Hebel sitze.“
(Quelle: Himbeerküsse, Sophie Cole, Self-Publishing, Seite 9)


Einige schalten dazu eine Anzeige im Internet oder in der Zeitung und laden die potenziellen Mitbewohner zu einem Besichtigungstermin ein. Das können alle auf einmal sein oder einzeln nacheinander.

Mittlerweile hat sich auch schon eine Traube aus Menschen in unserem Hausflur eingefunden und ich begrüße jeden Einzelnen sehr herzlich und verteile fleißig unseren Fragebogen. Henning hat sich vor dem zu vermietenden Zimmer postiert und rattert immer wieder die wichtigsten Daten zu Miete und Co. herunter. Das haben wir gestern extra alles schön auswendig gelernt.
Die Meute teilt sich rasch in zwei Fraktionen. Gruppe eins hat schnell für sich entschieden, dass das Zimmer entweder zu klein oder zu teuer ist, und Gruppe zwei versucht entweder Henning oder mir in den Arsch zu kriechen. Selbst die blaue Barbie hat den Kampf noch nicht aufgegeben. Vielleicht sollte ich ihr sagen, dass sie hier nur ihre Zeit verschwendet. Aber wenn ich ehrlich bin, finde ich es ganz amüsant, wie sie abwechselnd bei Henning und bei mir versucht, sich einzuschleimen. Sie zieht echt alle Register. Das Ballettpüppchen habe ich schon einige Zeit nicht mehr gesehen, hat sich sicher schnell wieder aus dem Staub gemacht, als sie gemerkt hat, wie es in Hamburger WGs so abgeht. Ist bestimmt ein Einzelkind.“
(Quelle: Himbeerküsse, Sophie Cole, Seite 37)


Aus der Auswahl wird anhand der Bewerber meist noch eine konkrete Auswahl getroffen. Das kann unterschiedlich passieren, aber meist passiert das durch die Gespräche, um die Gewohnheiten eines Mitbewohners kennenzulernen.

„Leider war bislang niemand dabei, der mir auf Anhieb sympathisch war, und Henning schien es ähnlich zu gehen. Wir hatten vorab ein geheimes Zeichen ausgemacht, falls wir jemanden finden, der uns gefällt. Bislang kam von ihm aber keine Reaktion. Ich fühlte einigen auf den Zahn, um zu sehen, wie sie mit meiner Art umzugehen verstehen, leider knickten die meisten nach nur ein paar Sätzen ein und gaben nur noch belangloses Geplänkel von sich. Ich nahm dann ihre Fragebögen entgegen und ließ sie bei nächster Gelegenheit unauffällig im Mülleimer verschwinden. Den werde ich heute Abend noch runterbringen müssen. Nach gut einer Stunde lichtet sich das Feld langsam und es sind bloß noch drei Leute in unserer Wohnung. Eine davon war tatsächlich Gina. Sie gibt wirklich nicht auf.“
(Quelle: Himbeerküsse, Sophie Cole, Seite 37)


Für das Leben in einer WG ist es dabei wichtig, dass die Mitbewohner zusammenpassen. Es bringen keine dauernden Anfeindungen oder schlechte Verhältnisse zueinander etwas. Wenn einer sich immer zurückhalten muss, um einen anderen Mitbewohner nicht zu verletzen, beeinträchtigt das auch das Miteinander. Auch ist es wichtig, dass der neue Mitbewohner bereit ist, ebenfalls Aufgaben, die zum täglichen Leben gehören, zu übernehmen: Einkaufen, Putzen, Saugen, Müll rausbringen, Kochen usw.

Es ist ein wenig wie im Berufsleben, denn jeder hat seine Aufgaben und Grenzen und man muss miteinander klar kommen und wohnen. Schöner ist es natürlich, wenn aus der Zweckgemeinschaft eine Freundschaft entsteht oder gar noch mehr. Dabei ist das Leben nicht immer einfach, aber wenn sich einigermaßen versteht, dann sollte das kein Problem sein.


Ich hoffe, ich habe euch ein wenig über das Leben in einer WG erzählen. Es gibt während der Tour auch etwas zu gewinnen:

1. Preis - 1 signiertes Print
2. Preis - 1 eBook im Wunschformat
3. Preis - 1 Goodiepaket

Ihr könnt jeden Tag ein Los sammeln, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet. Meine Frage für heutet lautet: Habt ihr schon mal in einer WG gelebt? Wenn ja, wie waren eure Erfahrungen? Wenn nein, würdet ihr es tun?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Das Gewinnspiel endet am 26.3.2016 um 23:59 Uhr.


Morgen geht die Blogtour weiter bei Katja vom Blog Miss Rose's Bücherwelt, die euch etwas zur Autorin und ihre Bücher erzählt. Den gesamten Fahrplan der Tour gibt es noch einmal in der Übersicht:


Dienstag, 22. März 2016
Himbeerküsse
bei Alexandra von Richter on Web

Mittwoch, 23. März 2016
Affäre
hier bei mir auf dem Blog

Donnerstag, 24. März 2016
Als Volontärin im Verlag
bei Sonja von Buchreisender

Freitag, 25. März 2016
Das Leben in einer WG
heute hier bei mir

Samstag, 26. März 2016
Sophie Cole und ihre Werke

Sonntag, 27. März 2016
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs


Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr seid morgen wieder mit dabei. Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

Kommentare:

  1. Ich habe bis jetzt in keiner WG gelebt, das wäre auch nichts für mich, weil ich schon meine Privatsphäre brauche.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  2. Hallo Nadja,
    danke für den schönen Beitrag!
    Ich habe bisher in keiner WG gewohnt. Für eine Zeitlang würde ich es sicher mal ausprobieren. Dabei kann man viele interessante Erfahrungen machen, es macht bestimmt auch Spaß und kann lustig sein, man hat aber auch seine Pflichten. Wenn ich studiert hätte, hätte ich das sicherlich in Betracht gezogen. Ich denke, ich könnte noch eine Menge über mich selbst erfahren und lernen, wenn ich in einer WG leben würde. Aber nur zeitlich begrenzt! Ich bin schon ziemlich froh über unser Haus mit Garten und der persönlichen Freiheit und der Privatsphäre, die es mir bietet.
    LG Christine

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  3. Hallo,

    Ich lebe gerade in einer WG mit meinem Bruder.
    Es läuft recht problemlos ab, man zankt sich höchstens wenn die Toilette besetzt ist :D

    Liebe Grüße
    Tanya

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  4. Hallo,

    Vielen Dank für den Beitrag, waren viele Eindrücke dabei, die s einer Überlegung wert sind,es mal auszuprobieren. Ich persönlich habe gerne meine Privatsphäre, aber die hätte ich ja auch in meinem eigenen Zimmer und müsste mir die anderen Räume teilen. Aber ich muss es erst selbst ausprobieren, um mir einen Überblick zu verschaffen. Man kann jetzt sagen es liegt einem nicht, obwohl es im Gegenteil ganz anders ist.
    Lg Stefanie

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  5. Hallo ,

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag .
    Ich kann mir nicht vorstellen in einer WG zu leben und
    würde ich auch nicht machen wegen meine Privatsphäre.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  6. Hey,
    sin sehr schöner Beitrag. Vielen Dank. Da bekommt man ja fast den Wunsch doch auch mal in einer WG zu wohnen ��

    Liebe Grüße

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