Sonntag, 23. Juli 2017

Leuchtendschwarzer Rabenmond - Valentina Kramer [Rezension]



Rezension – Leuchtendschwarzer Rabenmond – Valentina Kramer (Märchenspinnerei 6)




Titel: Leuchtendschwarzer Rabenmond
Originaltitel: Leuchtendschwarzer Rabenmond
Autor: Valentina Kramer
Verlag: Self-Publishing
Genre: Young Adult, Drama, Romance, Urban-Fantasy
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 166 Seiten
Preis: 2,99€
ASIN: B073DFJMK8




Ein Klappern reißt den Mann in Schwarz aus seiner Konzentration.
Er schreckt auf und stößt einen Halter mit Reagenzgläsern um.

Ein böser Zauber
Eine Gruppe verschwundener Jugendlicher
Ein schweigender Verdächtiger
Eigentlich wollten sie doch nur ein bisschen Campen gehen. Mal Ruhe haben, richtig feiern können, ohne nörgelnde Nachbarn. Doch als Cosima verkatert und müde am Morgen nach der großen Party aus ihrem Zelt stolpert sind ihre sechs besten Freunde spurlos verschwunden. Nur Miles, der dunkelhäutige, stille Junge, den sie im Ort Ali nennen, seit er zugezogen ist, ist noch da. Als Cosima ihn anspricht schweigt er und hält sich krampfhaft an einem mysteriösen Bündel fest.
Nach und nach finden sich immer mehr Beweise für eine grausame Tat. Und gegen Miles. Doch Cosima kann nicht glauben, dass er tatsächlich sechs Morde begangen haben soll. Auf eigene Faust beginnt sie Nachforschungen anzustellen.
In „Leuchtendschwarzer Rabenmond“ spinnt die Autorin Valentina Kramer eine moderne Version der „Sieben Raben“ der Brüder Grimm. Das Ergebnis ist eine humorvoll-düstere Geschichte über die verheerende Wirkung von Vorurteilen, Hass, Angst und mangelnder Toleranz aber auch über die Wichtigkeit von Freundschaft, Liebe und Vertrauen.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet aus der Sicht verschiedener Personen.
Miles ist ein junger Mann, der in die Stadt gezogen ist, und beinahe direkt in die Clique, wo auch Cosima Mitglied ist, einbezogen wurde. So hat er relativ schnell Anhang und Freunde gefunden, was nicht unbedingt einfach für ihn ist. Aufgrund seiner dunklen Hautfarbe und seinem dunklen Haar wird er von vielen Leuten als Araber beschimpft und „Ali“ gerufen. Viele Bewohner möchten Miles und seine Familie eigentlich so schnell wie möglich loswerden, weshalb er auch schnell für schuldig gesprochen wird.
Sowohl er als auch die anderen Charaktere entwickeln sich weiter, geraten an ihre Grenzen und wachsen ein wenig über sich hinaus: ich konnte mich ganz gut in ihn und die anderen Charaktere hineinversetzen.

Die Geschichte thematisiert Intoleranz und den Umgang mit Drogen. Vor allem das Thema Intoleranz ist brandaktuell, weil schnell bei ungeklärten Verbrechen immer diejenigen verdächtigt werden, die man nicht in der Stadt haben will. In diesem Fall sind es Miles und seine Familie. Die Autorin schafft ein erschreckend, realistisches Bild von Intoleranz. Ebenso thematisiert sie den Umgang mit Drogen, der in der Stadt tatsächlich mehr oder weniger unter den Jugendlichen zum Alltag gehört, was genauso erschreckend ist. Doch mich hat an der Geschichte gestört, dass viele Charaktere recht blass bleiben, unter anderem auch die Meisten von den acht Jugendlichen. Zwar erfährt man den einen oder anderen Fakt über diese, aber man hätte einfach ein wenig mehr Zeit gebraucht, denn irgendwann konnte ich einige der Jugendlichen nicht mehr wirklich auseinanderhalten, was schade ist. Die Geschichte ansonsten ist gut umsetzt, konnte mich mehr oder weniger fesseln und mitreißen. Es gibt überraschende, magische Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ansonsten angenehm und flüssig zu lesen.

Eine gelungener Roman, der Magie mit Intoleranz und Drogenkonsum in eine Geschichte verpackt, aber der auch mehr Zeit für die Charaktere gebraucht hätte, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich der Autorin für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es besser gewesen wäre, wenn sie den anderen Charakteren mehr Zeit und Raum gegeben hätte. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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