Sonntag, 24. September 2017

Singende Eidechsen - Evadeen Brickwood [Rezension]



Rezension – Singende Eidechsen – Evadeen Brickwood




Titel: Singende Eidechsen
Originaltitel: Singende Eidechsen
Autor: Evadeen Brickwood
Verlag: Self-Publishing
Genre: Drama, Romance, Crime, Urban-Fantasy, Historical
Format: epub / mobi
Seitenzahl: 348 Seiten
Preis: 3,49€
ASIN: B013RBN4JC




Warum musste ich ausgerechnet jetzt an Botswana denken?
Nur einen kurzen Moment lang hatte ich durch das große Fenster auf meinem dampfenden Johannesburger Garten hinausgesehen.

Bridget Reinhold ist nicht gerade abenteuerlustig, doch als ihre Schwester Claire im südlichen Afrika verschwindet, hält sie es in England nicht mehr aus. Ohne viel zu überlegen macht sie sich nach Botswana auf, um Claire zu finden. Mit so vielen Hindernissen und Ablenkungen hatte sie allerdings nicht gerechnet. Auf einmal scheint alles schief zu laufen und Bridget fragt sich, ob das noch Zufall sein kann.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet aus der Sicht von Bridget Reinhold.
Bridget ist die knapp ältere Zwillingsschwester und blieb immer im Schatten von Claire. Sie war nie abenteuerlustig und mit ihrem Leben als freie Übersetzerin ganz zufrieden. Doch als ihre Schwester verschwindet, muss sie herausfinden, was passiert ist und reist nach Botswana, um sie zu finden. Sie ist mutig, emotional und eher zurückhaltend, doch die Reise nach Botswana und ihr Aufenthalt dort verändern sie. Bridget entwickelt sich im Laufe der Geschichte enorm weiter, wird ein anderer Mensch und wächst über sich hinaus, auch wenn sie an ihre Grenzen gerät. Ich konnte mich ganz gut in sie hineinversetzen und fand ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar.

Die Geschichte, die als Suche nach der eigenen Zwillingsschwester beginnt, verläuft sich relativ schnell im afrikanischen Lebensstil und dem Selbstfinden der Protagonistin. Sie umfasst einen Zeitraum von etwa zwei Jahren und entsprechend ändert sich da auch viel, vor allem, was den Ort und die Lebensumstände der Protagonistin betreffen. Es werden gefühlt in jedem Kapitel neue Charaktere eingeführt, die irgendeinen Einfluss auf das Leben von Bridget in Afrika haben. Das macht die Geschichte aber unübersichtlich und man verliert sich selber zeitweise zwischen den ganzen Charakteren und Lebensumständen. Das ist schade und mindert das Lesevergnügen.
Zeitlich gesehen spielt das Buch circa zwanzig Jahre vor unserer heutigen Zeit und man lernt, dass das Leben in Afrika doch ein ganz Anderes ist und auch die Menschen und die Sprache. Man kann in zwei Jahren nicht alles kennen und lernen, aber doch an bestehenden Konventionen anecken. Der rote Faden hat sich in der Geschichte verloren, um dann gegen Ende aufzutauchen, weshalb mich das Buch auch leider nicht so fesseln konnte wie erhofft. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, hätte aber vielleicht grammatikalisch vor Veröffentlichen noch einmal überprüft werden. Es stört den Lesefluss vielleicht nicht, aber dafür einen aufmerksamen Leser wie mich.

Ein Roman mit einer Liebe zu Afrika, der sich selbst verliert, deshalb gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich der Autorin für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares im Rahmen der Blogtour danken. Mir hat das Buch gut gefallen, aber leider nicht besser. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Nadja

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