Sonntag, 18. Februar 2018

Der König der Gaukler - Andreas Otter [Rezension]



Rezension – Der König der Gaukler – Andreas Otter




Titel: Der König der Gaukler
Originaltitel: Der König der Gaukler
Autor: Andreas Otter
Verlag: Self-Publishing
Genre: Historical, Drama, Thriller, Romance
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 436 Seiten
Preis: 14,97€
ISBN: 9781978176010




Simons Herz schlug wild gegen seinen Brustkorb. Obwohl sein Vater direkt hinter ihm stand, hatte er Angst.

Schwaben, Mitte des 14. Jahrhunderts: Nachdem seine Eltern bei einem Brand starben, ist der Köhlerbursche Simon besessen von dem Wunsch, Feuer zu beherrschen und der größte Feuerspucker aller Zeiten zu werden. Nach dem Ausbruch der Pest muss Simon jedoch sein Heimatdorf verlassen und trifft auf eine Gauklergruppe, die ihn aufnimmt. Von nun an gehört er dem fahrenden Volk an, das ausgestoßen und rechtlos die Menschen begeistert, während um sie herum die todbringende Seuche tobt. Anna, eine kartenlegende Wahrsagerin, prophezeit Simon, dass sein Wunsch in Erfüllung gehen und er als Feuerspucker vom Volk bejubelt und von Königen ausgezeichnet werden wird. Simon ist fasziniert von der rätselhaften Frau, die ihn auf unerklärliche Weise berührt. Doch als Anna selbst an der Pest erkrankt, erfährt Simon, wer sie wirklich ist, und er begreift, dass Annas Geheimnis sie alle in Gefahr bringen kann.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Simon und Mirjam.
Simon ist ein junger Köhlerbursche, der seiner Familie durch die Arbeit beim Köhler finanziell aushilft. Außerdem hilft er seinem Vater beim Verkaufen von Gegenständen. Er ist ehrgeizig, klug, mutig und impulsiv, was ihn zu gewagten Ideen und Handlungen treibt.
Mirjam, die ein Großteil der Geschichte den Namen Anna trägt, ist Jüdin und lebt mit ihrer Familie im jüdischen Viertel in Ulm. Sie ist klug, schön und hat wachsame Augen, aber sie auch nicht die frommste Jüdin. Mirjam riskiert viel, um zu überleben und auch für die, die ihr etwas bedeuten.
Beide Charaktere sind gleichzeitig unterschiedlich aber auch ähnlich. Sie geraten während der Geschichte an ihre Grenzen, entwickeln sich weiter und wachsen über sich hinaus.

Die Geschichte spielt im 14. Jahrhundert in Deutschland und auch die Pest nimmt einen wichtigen Teil in der Geschichte ein. Historisch gut recherchiert, bekommt man einen Eindruck, was es bedeutet ausgestoßen zu sein, aber auch zu leben. Die Geschichte ist faszinierend, echt und man bekommt einen Eindruck ist, wie es ist, in dieser Zeit zu leben, ohne hochwohlgeboren zu sein. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Es bietet mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen.

Ein gelungener, gut recherchierter historische Roman, der faszinierend, echt und tragisch ist, aber auch Hoffnung vermittelt. Er konnte mich gut unterhalten und beinahe komplett überzeugen, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Autor für das bereitstellen des Rezensionsexemplares im Rahmen der Blogtour danken. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich werde bestimmt noch einmal ein Buch von dem Autor lesen. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen? Wie hat euch meine Rezension gefallen? 

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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