Sonntag, 18. März 2018

Unter pechschwarzen Sternen - Gereon Krantz [Rezension]


Rezension – Unter pechschwarzen Sternen – Gereon Krantz




Titel: Unter pechschwarzen Sternen
Originaltitel: Unter pechschwarzen Sternen
Autor: Gereon Kranz
Verlag: Pro Talk Verlag
Genre: Crime, Thriller, Drama
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 352 Seiten
Preis: 14,90€
ISBN: 9783939990444




Der Mord an Veronika Fromm war ein Unfall, daran war nicht zu rütteln, und daran änderten auch die über dreißig Stichwunden nicht, aus denen ihr plumper Körper jetzt langsam auslief und das Parkett einsaute. Jedenfalls schätzte er, dass es über dreißig waren.

In Berlin wird die Leiche einer Frau gefunden, mit Messerstichen übersät und grausig in Szene gesetzt. Ein Ritualmord? Die Tat eines psychisch Kranken? Der Auftakt einer Mordserie, die die Hauptstadt in Atem halten wird? Den Fall übernehmen zwei Kommissare, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die perfektionistische und ehrgeizige Claudia Vogt und Thomas Harder, ein Alkoholiker mit Todessehnsucht, der nach einem Disziplinarverfahren gerade den Dienst wieder angetreten hat.
Die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig. Während Vogt sich beinahe besessen an die Dienstvorschriften hält, scheut Harder nicht davor zurück, auf der Jagd nach dem Mörder alle Regeln zu brechen. Immer wieder geraten die beiden aneinander und stehen sich selbst und der Lösung des Rätsels im Weg. Aber wenn sie den Täter fassen wollen, müssen sie ihre Konflikte überwinden. Und ihnen läuft die Zeit davon: Alles deutet darauf hin, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von verschiedenen Personen, sowohl aus Täter, Opfer als auch Ermittlersicht.
Eine der Ermittler ist Thomas Harder, der als Sündenbock für die Polizei herhalten muss, da er nicht gerade beliebt ist. Er ist klug, authentisch, aber auch unsympathisch und leidet unter einer Störung, wogegen meist nur eine Chilischote hilft, die ihn aus seiner Spirale treibt. Harder hasst Psychologen und Psychotherapeuten und hat ein gespaltenes Verhältnis zu seinen Eltern, die ihn als Kind dorthin geschickt haben. Aber er ist auch jemand, der gegen die Dienstvorschriften handelt und eher unkonventionelle Ermittlungsmethoden zurückgreift.
Im Laufe der Geschichte gerät er an seine Grenzen und entwickelt sich weiter, ebenso wie die anderen Charaktere. Ich konnte mich nicht in alle Charaktere gleich gut hineinversetzen und fand daher die Gedanken und Handlungen mehr oder weniger nachvollziehbar.

Die Geschichte hat einen inszenierten Mord im Zentrum, der eine Art Ritualmord sein könnte. Es geht viel um die Charaktere, ihre Geschichten, Gedanken und Gefühle, aber auch der Mord spielt eine wichtige Rolle. Man bekommt als Leser einen Eindruck der Ermittlungsarbeit, aber erlebt auch, dass eben auch Glück oder die richtigen Indizien beziehungsweise Instinkte helfen, einen Fall zu lösen. Daher hat die Geschichte auch ein unterschiedliches Tempo, weshalb sie mich nicht immer fesseln und mitreißen konnte, wenn auch meistens schon. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen, aber es bleiben auch einige Fragen ungeklärt, weshalb es auch einen zweiten Teil geben könnte. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen.

Ein gelungener Krimi-Thriller mit unterschiedlichen Perspektiven, der mehr oder weniger sympathischen Charakteren auffährt, aber ansonsten durchaus gelungen ist, daher gibt es von mir


An dieser Stelle möchte ich dem Verlag und dem Autor für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares danken. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich bin gespannt, ob es noch eine Fortsetzung geben wird. Potenzial gäbe es auf jeden Fall. Habt ihr das Buch denn auch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, würdet ihr es noch lesen wollen? Wie hat euch meine Rezension gefallen?

Wünsche euch einen schönen Tag. 
Eure Nadja

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